Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg 13

Meine Gedanken, meine Gefühle 

Vor einigen Tagen erzählte mir mein 20-jähriger Neffe von  seinem 3-monatigem Praktikum im Krankenhaus. Es diente ihm als Vorbereitung für sein bald beginnendes Medizinstudium. Insbesondere berichtete er von Patienten, die an Krebs erkrankt waren und in welch  desolatem psychischen  Zustand sich viele befanden. Hoffnungslosigkeit, Angst und Verzweiflung prägten ihre Tage. Er hatte meinen Blog gelesen und sich für dies Gespräch mit mir Notizen gemacht, um mir eindringlich nahezulegen, wo ich meine Gedanken noch verbessern könne und wie wichtig es doch wäre, in dieser Hinsicht ganz achtsam zu 嘉盛外汇 sein.  Ich war nicht nur beeindruckt von der Intensität und Tiefe seiner Worte, sondern auch davon, mit welchem Mut, mit  welcher Gradlinigkeit welcher Ernsthaftigkeit er sich engagiert.  Er hat mein Herz berührt. Solche Begegnungen machen das Leben lebenswert. Wenn ich mir überlege, wie ich mit 20 gelebt habe:           Eine Ausbildung, die mich nicht interessierte, ansonsten mein Motorrad, Sport, Party, meine Freundin.           Nachdenklichkeit, Reflexion, Zielgerichtetheit, Empathie, Tiefgang?      Fehlanzeige.      Glücklicherweise hat sich das im Laufe der Jahre geändert! Etwas.

Gestern nun bekam ich eine whatsApp-Nachricht meiner Frankfurter Freundin.  Sie schrieb:                                                              „Guten Morgen Peter,  in den kommenden 2 Wochen werde ich nicht hier sein.  Am Montag geht es in den Himalaja. Diese Reise hatte ich 2 Wochen vor meiner Krebsdiagnose gebucht. Während der folgenden Therapie habe ich mir geschworen, dass ich diese Reise machen werde, sobald ich mich in der Lage fühle, diese Reise machen zu können. Jetzt,  nach 7 Jahren, ist es soweit. Das ist für mich eine besondere Fahrt, die zur Bewältigung der Krankheit dazugehört.            Ich  wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Dir so etwas in irgendeiner Form auch gelingen wird.        Lass es Dir gut gehen.  Viele liebe Grüße      xxxxxxxxxxxxx

Was für eine Geschichte! In Gedanken begleite ich sie auf jedem Tag  ihrer Reise. Welche absichtsvolle Inspiration und  kraftvolle Lebensgestaltung. Ich liebe so etwas!  Natürlich mache ich mir über Ähnliches Gedanken. Bin da noch nicht zu Ende. Ganz bestimmt wird es etwas mit Wasser und Segeln sein.  Zumal ich, aufgrund meiner Krebserkrankung,  einen 10-tägigen Segelurlaub im Mittelmeer mit meinem Innsbrucker Freund abgesagt hatte. Er ist jetzt unterwegs und schickte mir gestern ein Sonnenuntergangsbild am Ende eines wunderbaren Tages. 

Wie ich in einem der bisherigen Blogs geschrieben, bin ich gerade dabei noch intensiver  zu lernen, inwiefern meine Denkweisen  die Qualität meines Lebens beeinflusst.        Der entscheidende Unterschied zwischen „positivem“ und „gesundem“ Denken beruht auf dem Tatsachengehalt der Überzeugung. Ein Beispiel:

Ungesundes Denken: Ich kann machen, was ich will: In fünf Jahren bin ich tot.                                                                                                                                     Positives Denken: In fünf  Jahren werde ich am Leben und gesund sein.                                                                                                                           Gesundes Denken: Vielleicht bin ich in fünf Jahren noch am Leben oder auch nicht; auf jeden Fall hat alles, was ich tue, einen wesentlichen Einfluss.

Ganz offensichtlich ist positives Denken besser als negatives Denken. Das Problem ist nur, dass das positive Denken nicht unbedingt mit den Tatsachen oder dem Leben übereinstimmt. In mancherlei Hinsicht kann positives Denken völlig unglaubwürdig sein  Mir liegt daran, solche Überzeugungen zu entwickeln, die sich auf Tatsachen stützen. Tatsachen also, an die ich glauben kann  Darum beschäftige ich mit „gesundheitsförderndem Denken“ und „gesunden Überzeugungen oder Ansichten“.

Am 16. Juli wird erstmalig wieder ,nach Erstbefund und Operation, mein sogenannter PSA-Wert gemessen. Dieser Wer, auch Tumormarker genannt gibt wieder, inwiefern noch Krebs in mir ist. Bei gesunden Menschen liegt er exakt bei 0,0. Vor der OP hatte ich einen PSA-Wert von 9,5. Wird in der kommenden  Nachuntersuchung ein Wert von 0,1 gemessen, so ist dies bereits ein Grund, mit der Bestrahlung zu beginnen. Auch wenn ich mich entschlossen habe, diese Behandlung auf jeden Fall durchführen zu lassen, so erfüllt mich doch die Möglichkeit eines erneuten Krebsbefalls mit innerem Zittern. Und genau in einer solchen Situation ist es wesentlich, wie ich denke! Natürlich ist es nur allzu menschlich,  mir in schwachen Momenten auszumalen der Krebs wäre wieder da. Nur nützlich ist es nicht!! Trotzdem ist diese Angst da.  Jedoch habe ich die Möglichkeit auch anders zu denken, anders zu fühlen und, als Konsequenz daraus, auch anders zu handeln.

(Ich habe mich entschlossen, in diesem Blog immer wieder auch aus Büchern, die ich augenblicklich lese, direkt zu zitieren. Der Hauptgrund dafür, dass ich dies tue,  also ich es nicht nur lese, sondern auch aufschreibe, ist,  dass ich diese Inhalte dadurch  mehr verinnerliche  und  sie intensiver wirken können.         Sollte Euch das zuviel sein, überspringt es einfach. Ab jetzt schreibe ich diese Zitate in grau und kursiv.)

Folgende Sätze habe ich in einem Buch über Krebs gelesen:

  • Die Gefühle beeinflussen die Gesundheit und die Genesung von einer Krankheit (insbesondere Krebs) auf maßgebliche Weise. Die Gefühle sind eine starke und bestimmende Kraft im Immunsystem und in unseren anderen physiologischen Heilungssystemen.
  • Überzeugungen beeinflussen die Gefühle, deshalb beeinflussen sie auch die Gesundheit.
  • Ich kann meine Überzeugungen, meine Einstellung und meine Gefühle maßgeblich beeinflussen. Folglich beeinflusse ich auch meine Gesundheit entscheidend.
  • Wie man seine Überzeugungen, seine Einstellung und seine Gefühle beeinflusst, ist erlernbar; es gibt dafür eine Vielzahl von zugänglichen und etablierten Methoden.
  • Wir Menschen funktionieren als Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Alle drei Aspekte müssen im umfassenden Zusammenhang der Heilung angesprochen werden, unter besonderer Beachtung der Bedürfnisse und Neigungen der kranken Person und ihrer familiären, gesellschaftlichen und kulturellen Umgebung.
  • Die Harmonie, d.h. die Ausgewogenheit zwischen körperlichen, geistigen und seelischen Aspekten des Seins, ist für die Gesundheit von zentraler Bedeutung. Dies trifft nicht nur auf die Gesundheit von Körper und Geist des einzelnen zu, sondern auch auf seine Beziehungen – zu sich selbst, der Familie, den Freunden, der Gemeinschaft, dem Planeten und dem Universum.
  • Wir besitzen angeborene(genetische, instinktmäßige) Neigungen und Fähigkeiten, die uns helfen, uns auf Gesundheit und Harmonie zuzubewegen.
  • Diese Fähigkeiten können durch existierenden Techniken und Methoden maßgeblich weiterentwickelt und gezielt eingesetzt werden.
  • Wenn diese Fähigkeiten entwickelt werden, ergibt sich eine gewisse Fertigkeit, wie bei allem Lernen. Das Ergebnis ist eine größere Harmonie und eine bessere Lebensqualität, mit maßgeblichem Einfluss auf unseren Gesundheitszustand.
  • Dieses Lernen ändert ferner unser Verhältnis zum Tod, wann immer er kommen mag, indem es Furcht und Schmerz verringert und dadurch mehr Energie für die Gesundung und das Leben freistellt.

Sich diese vorstehenden Sätze zu Herzen nehmend, mache ich jeden Tag mehrmals eine bestimmte Visualisierung. Dabei lasse ich mich von dem Gedanken tragen, dass ich nicht weiß, ja nicht wissen kann, wie das Ergebnis des 16.Juli ausfällt. Mir also im Sinne von positivem Denken zu sagen, dass das Ergebnis ganz bestimmt, ganz sicher gut sein wird und je mehr ich dran glaube, umso sicherer tritt es ein, ist aus meiner Sicht einfach Quatsch. Eines jedoch weiß ich ganz gewiss, nämlich, wie es sich anfühlt, falls dass Ergebnis in meinem Sinne positiv ist.  Schon jetzt kann ich die Erleichterung spüren. Ich kann wahrnehmen, wie sich mein Leben dann heller anfühlt und mit welcher Energie ich dann aufgeladen bin. Das visualisiere ich jeden Tag mehrmals.

Dabei bin ich ganz sicher, dass diese wahrlich angenehmen Gefühle meine Gesundung beeinflussen.  Siehe nochmals  die ersten Sätze aus dem obigen Zitat:

Die Gefühle beeinflussen die Gesundheit und die Genesung von einer Krankheit (insbesondere Krebs) auf maßgebliche Weise. Die Gefühle sind eine starke und bestimmende Kraft im Immunsystem und in unseren anderen physiologischen Heilungssystemen.
Überzeugungen beeinflussen die Gefühle, deshalb beeinflussen sie auch die Gesundheit.
Ich kann meine Überzeugungen, meine Einstellung und meine Gefühle maßgeblich beeinflussen. Folglich beeinflusse ich auch meine Gesundheit entscheidend.

 

Es geht also um Gedankendisziplin. Wir alle  können in jegliche Richtung denken. Leben wir unbewusst, sind diese Gedanken wie das Wetter. Nämlich zufällig. Diese vollkommen zufälligen Gedanken sind dann die Ursache für unsere Gefühle. Gute oder schlechte?!    Tja……..                                                                                                                  Leben wir jedoch bewusst, können wir unsere Gedanken steuern Zumindest können wir es Schritt für Schritt lernen. Das ist total faszinierend. Die dabei entstehenden Ergebnisse gehen weit darüber hinaus, was wir uns ursprünglich erhofft hatten. Darüber beim nächsten Mal mehr, meine Freunde.

Alles Liebe für Euch!

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