Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 16

Veränderung

Immer, wenn ich mich in einer negativen, durch Sorgen, Ängste bestimmten  Unsicherheit-und Gefühlswelt befinde,  so wie im letzten Block geschildert,  benötige ich Zeit. In solchen Momenten gibt es keine funktionierende Lösung, die aus mir selbst heraus entsteht. Mein Enthusiasmus, mein Interesse und meine Intensität sind  dann allesamt sehr gering. Ich könnte gar nichts tun. Nur eins kann ich, nämlich mir Zeit geben.  Abwarten. Im Vertrauen darauf, dass sich mein innerer Zustand wieder verändert.                               Denn das tut es. Ganz plötzlich bemerke ich eine Veränderung.         So auch am Sonntagmorgen. Noch im Bett liegend, gegen 7 Uhr, nahm ich zunächst deutlich wahr, wie schlecht es mir geht. Keine Energie, Niedergeschlagenheit, lustlos den vor mir liegenden Tag betrachtend. Und auf einmal ein Gedanke, der in den Tagen zuvor jedoch 老虎证券可靠吗 keinerlei Resonanz bei mir auslöste, mich nun aber aufstehen ließ.  „Ich will etwas ändern! Keine Ahnung was, aber los.“ Aufstehen und in mein Arbeitszimmer gehen war geradezu eins.  Los, los! Alles, was ich tun könnte erschien mir öde und langweilig. Also Tagebuch, im Blog schreiben, lesen, alles doof. Im Grunde finde ich mich selbst doof. Am besten nichts denken und eine Übung aus meiner Meditation-CD probieren.  Sie heißt: „Die Gedanken laufen lassen“ und dauert gerade mal 11 Minuten. Eine simple Entspannungs-Meditation. Bei mir führt sie meistens dazu, dass ich meine dunklen Wolken verlasse. Ohne jegliche Erwartung an mich selbst.   Diese Entspannung bewirkt fast jedes Mal aufs neue, dass ich mich besser fühle und sich mein Elan wieder meldet.           Kurioserweise vergesse ich diesen positiven Effekt, wenn ich mich schlecht fühle. Meistens.  

Direkt nach dieser Meditation war ich motiviert, setzte mich an den Schreibtisch und fing an zu lesen.  Und ich las über den Umgang mit Problemen und fragte mich daraufhin, wie ich den eigentlich auf Probleme reagiere. Mir wurde, mal wieder klar, dass nicht die Probleme an sich das Problem sind, sondern meine Reaktion entscheidend ist. Das hatte ich schon x-mal gelesen, rede ständig in meinen Seminaren und im Coaching darüber, und ich selbst scheine es immer wieder aufs neue lernen zu müssen.  ( Hallo Peter: Keine Selbstkritik!!) Vielmehr bin ich froh, es erneut zu erfahren und zukünftig als liebgewonnene Erfahrung anzuwenden.  Wenn ich nun also  lernen will, wie ich also zukünftig mit diesen vermeintlichen Schwierigkeiten umgehen werde , dann will ich mich erstmal fragen, wie ich bisher auf Probleme reagierte.                                                                                                  Meine negative Reaktion: Wegschauen, aggressiv, mich rausredend, hilflos, mich ablenkend.                                                                                            Wie reagiere ich aber  üblicherweise auf Probleme: Mal so und mal so. Hängt von der Bedeutung des jeweiligen Problems ab. Manchmal verdrängend, manchmal empfinde ich sie als Druck und nicht als Chance, mal mich zurückziehend mal lösungssuchend. Oft nicht bis zum Ende verfolgend.  Wenn zu Ende führend, mit einem sehr guten Gefühl für mich und meine Fähigkeiten.           Oft nicht lernend. Fast immer mit der inneren Einstellung: Ich muss!    

Während ich diese Gedanken am Sonntag in meinTagebuch schrieb, begriff ich, wie wichtig  es ist, dass ich mich intensiv mit diesem und ähnlichen Themen beschäftige. Nur dann ist mir eine wesentliche Erkenntnis und daraus resultierende Veränderung möglich. Entweder richtig oder gar nicht! 

Wie  ich ab jetzt auf Probleme reagieren will : Abwägen, ob ich muss oder will. Falls möglich Zeit nehmen. Diese Zeit zum Reflektieren nutzen, also überlegen und fühlen. Wahrnehmen, ob ich in einem genügend zuversichtlichem Zustand bin.  Die Chance, die sich ergibt, erkennen. Zur Entlastung Notizen machen. Mit anderen  Menschen sprechen. 

Gute Erkenntnisse, die so schlicht sie auch sein mögen, für mich bedeutsam sind,  unterstützen mich doch  ganz wesentlich auf meinem Weg zu meiner Heilung. 

Mein Ziel ist es mehr und mehr in der Freude zu leben. Allerdings ist das Leben kein Wunschkonzert. Ganz normal widerfahren uns Dinge, die wir uns so nicht gewünscht haben. Das beste Beispiel ist meine vollkommen unerwartete Krebserkrankung. Ein Problem, das sich massiv vor mir auftürmte. Würde ich jammern, wegschauen, mich ablenken, mich vom Druck fertig machen lassen, etc., so wäre das Problem viel bedrohlicher und eine Chance wäre für mich unsichtbar.  Der Unterschied zwischen diesem „ich muss“ und dem „ich will“ ist eklatant.    Bin ich beispielsweise verärgert über eine andere Person, so verspüre ich eine Art Groll auf diese Person. Rede ich nun in einem inneren Dialog mit mir selbst, dass ich dies Problem lösen muss, verspüre ich sehr deutlich einen Druck.  Bin ich jedoch im „ich will“-Modus ist mein Gefühl ein völlig anderes, nämlich eine gewisse Lust, das Problem ein für alle Mal zu lösen. 

Diese simple Entspannungsübung am Sonntagmorgen führt mich zu solchen Überlegungen. Mehr aber noch war es,  diesen Impuls des „Ich will etwas ändern! Keine Ahnung was, aber los.“ wahrzunehmen,  ja geradezu zu erwarten. Meine Krebserkrankung ist ein Problem und ich will die Chance dieser Erkrankung nutzen. Mal gelingt mir das ausgesprochen gut und manchmal eher weniger oder sogar kaum. Ich bin fest entschlossen, dranzubleiben. 

 

Alle Liebe für Euch.

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