Vn der Krankheit zur Gesundheit Mein Weg 18

Die 5 Fragen

1. Viele Menschen haben wenig Vertrauen in die  Fähigkeit ihres Körpers, sich selbst zu heilen.                                                                                    

2. Viele Menschen  haben wenig Vertrauen in die Fähigkeit ihres Geistes, ihre geistigen Begrenzungen zu verändern.

Als ich diese Sätze las, erschloss sich  mir der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen sofort. Lieber anderen Menschen vertrauen als sich selbst! Gleichzeitig war mir klar, dass dies mangelnde Vertrauen vieler Menschen in ihre eigenen Fähigkeiten für mich in meiner jetzigen Situation ohne jeden Belang ist.

Vielmehr geht es für mich  darum, mit welchem Vertrauen ich an das Thema meiner Krebserkrankung herangehe. Während ich diese Sätze schreibe, habe ich das Gefühl, mit der Königsdisziplin konfrontiert zu werden: Der eigenen Fähigkeit, mich von meinem Krebs zu heilen.   Es geht um die ultimative Herausforderung, die auch jetzt, in diesem Augenblick, meinen Herzschlag beschleunigt.  Sofort alles Mögliche und Unmögliche anzugehen, dieses Gefühl erfüllt mich immer noch. Jedoch habe ich im Laufe der letzten Wochen zunehmend gelernt, dass Innehalten und Nachdenken wesentlich nützlicher ist. Daraus ergeben sich automatisch eine Fülle von Fragen, deren Beantwortung einige Zeit benötigt. Blindes Losspreschen ist eben oft nicht angesagt. Fragen wie: Welche Meinungen habe ich über Krebs?      Wie wirken sich  gerade diese Meinungen aus?       Wie ernähre ich mich am sinnvollsten, damit der Krebs möglichst wenig Nahrung bekommt? Oder gibt es eventuell sogar die Möglichkeit die Krebszellen auszuhungern?  Wie viel Zeit habe ich überhaupt, mich mit diesen Themen und Fragen zu befassen? Wer und was kann mir am besten helfen, mich am effektivsten unterstützen?                                                                                     Wie jeder Mensch habe ich Meinungen,  Ansichten, Überzeugungen und Glaubenssätze. Manche sind wahr, andere weniger oder gar nicht.  Einige beruhen auf Tatsachen, andere nicht.  Wenn ich mir diese unterschiedlichen  Meinungen anschaue, stelle ich fest, dass die Ansichten, die mir am meisten zu schaffen machen,  meist auf meiner Interpretation von Tatsachen beruhen,  nicht auf den Tatsachen selbst.  Beispielsweise dachte ich am 7. Mai, als mir der Arzt meine Krebsdiagnose mitgeteilte, reflexartig :    Ich werde bald sterben! Nun ja, auch wenn dieser erste Gedanke, verbunden mit den dabei in mir entstehenden Gefühlen nachvollziehbar ist, so ist es doch lediglich eine Interpretation der Tatsache, dass ich Krebs habe. Mehr nicht!  Gut, dass ich gerade in diesem Punkt nach einiger Zeit klarer wurde  und begriff, dass es keineswegs so sein muss. Hätte ich diese Denkweise nicht verändert, würde sie sich fatal auf meine Energie, Zuversicht, meine Fähigkeit zu denken und damit auf meine Heilungschancen auswirken.  In einem meiner vorherigen Berichte habe ich mich mit den Auswirkungen von negativen Gedanken auf die körperliche Kraft auseinandergesetzt. Je negativer meine Gedanken im weitesten Sinne sind, um so mehr meiner Kraft wird dadurch blockiert.  Welche Ansichten und Meinungen habe ich denn, ohne es zu merken? Auch hier einige Beispiele:

  • Eine Segelyacht ist zu teuer für mich
  • Computer lerne ich nie ausreichend. Bin dazu nicht fähig
  • Meine Krankheit ist ein Hinweis dafür, dass ich alt werde
  • Meine Selbstkritik werde ich nicht los
  • Durch diese Krankheit hat mein Selbstvertrauen einen   dauerhaften Knacks bekommen
  • Und viele mehr……..

Es liegt für mich auf der Hand, dass diese und andere ähnliche Gedanken, die ich habe, nicht wirklich gesundheitsfördernd sind. Im Gegenteil! Entscheidend ist also zunächst, dass ich mir solcher Gedankengänge bewusst werde. daher habe ich begonnen, ganz absichtsvoll in mir danach zu forschen und sie aufzuschreiben. Als ich beschloss, dies zu tun, war mein erster Gedanke, dass dies ein Herumwühlen im Negativen sei. Und dazu hatte ich wenig Lust. Nachdem ich jedoch erst einmal begonnen hatte, bekam ich mehr und mehr Lust, möglichst viele dieser Überzeugungen aufzuspüren, sowohl negative als ich positive. Denn eins wurde mir immer deutlicher; all diese Gedanken , selbst wenn sie mir gar nicht bewusst waren,   wirkten in mir.  Unaufhörlich!  Falls es also mein Bestreben ist, mehr in ein selbstbestimmtes Leben hinein zu wachsen, so ist eine Beschäftigung mit meiner mir eigentlich verborgenen und doch so wirksamen Gedankenwelt extrem positiv.  Und es machte mir enorm Spass. Ich entdeckte eben auch viele sehr positive Glaubenssätze über mich selbst und hatte  bei dieser  Entdeckungsreise manchmal  ein Lächeln im Gesicht.  Wenn ich es bemerkte musste ich über mich selbst schmunzeln.                                    Und dabei bin ich, während meiner gleichzeitigen Lektüre in den Büchern, die ich zu diesen Themen lese, auf die folgenden 5 Fragen gestoßen:    

  1.  Hilft mir diese betreffende Ansicht dabei, mein Leben und meine Gesundheit zu schützen?    
  2. Verhilft sie mir zur Erreichung meiner kurzfristigen und langfristigen Ziele?
  3. Hilft sie mir dabei, meine schwierigsten Konflikte ( mit mir selbst oder mit anderen Menschen)  zu lösen oder zu vermeiden?                                
  4. Hilft sie mir dabei, mich so zu fühlen, wie ich mich gerne fühle?
  5. Beruht die betreffende Ansicht auf Tatsachen?

Seitdem ich mich intensiv mit diesen Fragen beschäftige, hat sich Unglaubliches getan. Allein Frage 4, also, wie ich mich gern fühlen möchte, hat zu tiefen Gedanken geführt. Denn ich konnte diese Frage nicht genau beantworten. In einer relativ oberflächlichen Art war mir schon klar, wie ich mich gut fühle. Doch, das worauf es mir wirklich ankommt?  Eher nicht.  Also fing ich an ein inneres Gefühl von Aktivität, Zuversicht, Elan, Selbstvertrauen und Stärke zu entwickeln. Doch es fehlte etwas. Und es dauerte einige Zeit, bis ich fühlte, dass der Aspekt Liebe das entscheidenden Kriterium ist, das noch fehlte, solange es mir nicht ganz bewusst wurde. Liebe erfüllt  alles mit Licht und Intensität . Liebe zu mir selbst, zu dem, was ich tue und bin und zu den Menschen um mich herum.  All diese Worte können lediglich unvollkommen, ja geradezu unbeholfen, erklären, was ich dabei fühle. Wir erleben es immer wieder, wenn irgendwelche Sportler, die gerade gesiegt haben, auf die Frage, wie sie sich jetzt fühlen, mit den Worten antworten: „Unbeschreiblich! Das kann man nicht mit Worten ausdrücken.“  Wie wahr. 

Vor zwei Wochen nahm ich an einem Seminar einer spirituellen Heilerin teil.   ( Ja, manchmal mache ich verrückte Sachen. Andere lesen ihr Horoskop. Ab und zu ich übrigens auch!) Die Erkenntnis, die ich aus diesem Seminar mitnahm, war, dass es mir guttut, wenn ich mir Zeiten nehme, in denen ich in die Stille gehe.   Und in dieser Stille gelingt es mir, dieses Gefühl von Liebe, Kraft und Zuversicht zu kreieren. Nicht immer, aber manchmal. Unbeschreiblich. Dann fliege ich durch den Tag.                      Noch gelingt es mir nicht immer, doch ich lerne!!

Gestern bin ich das erste Mal wieder gejoggt.

 

Alles Liebe für Euch!

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.