Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 21

Träume   …………….      Sehnsucht

Meine Einschätzung, ziemlich viel zu tun, um mich wieder vollständig von meiner Krebserkrankung zu befreien,  ist ausgeprägt. Wie Susanne mir  am Wochenende sagte: „Peter, Du hast viel verändert.“ Dieses Tun, dies Ändern, dies Aktiv-Sein ist, doch nur in Wellen vorhanden. Ganz deutlich ist zu manchen Zeiten mein ganz normales Leben angesagt und dann fällt es mir beispielsweise schwer,  die morgendliche Gesundheitsmeditation auch auf jeden Fall durchzuziehen. Oder auf  meine Ernährung zu achten. Oder, oder….. Eben das ganze Programm durchzuziehen, das ich mir aufgebaut habe……   Zu anderen Zeiten wiederum ist es ganz leicht, ganz natürlich, mich mit meinen gesundmachenden Aktivitäten  zu beschäftigen. Es beschwingt mich, macht Freude, erfüllt mich mit Zuversicht und lässt mich das Leben auf eine besonders intensive Art und Weise genießen.  Beides ist gut. Jede Form hat seine Berechtigung.  Doch wenn ich genau darüber nachdenke, dann ist die zweite Form besser und schöner. Ich liebe die Intensität des Lebens und in dieser Form empfinde ich sie als besonders stark. Dabei kommt mir der Gedanke, dass dieses „Sich Gehen lassen“ mir dabei hilft, die besondere Qualität der Zuversicht und des AktivSeins noch intensiver zu leben.  Es tut mir gut, diese Gedanken zu reflektieren, darüber nachzudenken und zu Erkenntnissen zu kommen.

In der letzten Zeit werde ich nachts von Alpträumen heimgesucht, die sich in verschiedenster Form mit meinen, wohl verborgenen, Ängsten beschäftigen.  Diese Träume  handeln von „verspäteten Operationen, die unbedingt gestern hätten durchgeführt werden müssen“, über „neue negative  Befunde, mit denen keiner rechnen konnte“, bis hin zu „es scheint zu spät zu sein“. Völlig überraschend überkommen mich diese Träume und es fällt mir dann schwer, mich des morgens von deren negativer Energie zu lösen. Ich bin dann so voller Entsetzen, dass es schon einer gezielten Willensanstrengung bedarf, mich halbwegs davon zu lösen. Was mir wirklich hilft, ist, es Susanne sofort zu erzählen, also nicht allein mit diesen Gefühlen zu bleiben. Zweisamkeit ist etwas Schönes! In solchen Situationen ein echter Trost.  Ich hatte es ganz vergessen, dass Trost suchen und Trost finden etwas ganz Besonderes ist. Lange Jahre meines Lebens habe ich mich nicht  oder mich  nur sehr sporadisch getraut. Dabei brauchen wir doch alle zuweilen ein wenig Trost und Zuspruch. Falls wir es zulassen, kann sich die dabei entstehende Nähe wie ein Geschenk des Himmels entpuppen.

Gleichzeitig spüre ich, wie sehr diese Träume in mir eine Sehnsucht nach Leben auslösen. Eine Sehnsucht, die mich im Alltäglichen begleitet und jeden Sonnenstrahl, jede liebevolle Geste, alle meine Gedanken geradezu durchtränkt und mich beschwingt.  Es gelingt mir dann ganz leicht, alle Aufgaben und Themen meines täglichen Lebens mit einem Lächeln, Gelassenheit und heiterer Zielstrebigkeit anzugehen. Viel bewusster  kann ich andere Menschen wahrnehmen, ihre Sorgen und Nöte fühlen, aber auch ihre Einzigartigkeit und Talente. In mir entsteht dann ein inspirierendes  Gefühl von Verbundenheit. In dieser Art und Weise durch den Tag zu gehen fühlt sich an, als hätte jemand ein zusätzliches Licht angeschaltet.

 

Alles Liebe für Euch!

 

 

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