Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 22

Richtig oder falsch?

 

Vor einigen Tagen verfolgte ich einen Bericht im Fernsehen, bei dem es um den Sinn oder Unsinn von Krebs-Vorsorgeuntersuchungen ging. Vorsorgeuntersuchungen sind lebensrettend.  So denken viele und so wird es auch in den meisten Medien verbreitet. Scheinbar ist dies nur die halbe Wahrheit und muss sehr viel differenzierter betrachtet werden. Dieser Betrachtung steht allerdings ein Phänomen gegenüber, nämlich der berechtigten und gleichzeitig übertriebenen Angst vor Krebs. Mir ging es genauso. Es geht dabei um die irrationale Befürchtung, das allein schon die intensive Beschäftigung des Für und Wider von solchen Untersuchungen uns in die Nähe von Krebs rückt und der Schrecken einer Erkrankung deshalb näher rückt, also wahrscheinlicher wird. Diese Gedanken lösen also bei vielen Menschen Stress aus. Wie viel einfacher ist es dann doch, diese Themen zu verdrängen. Frei nach dem Motto: „Woran ich nicht denke, das ist auch nicht da.“  Der vermeintliche Stress  ist dann übrigens auch verschwunden. Scheinbar.

Es ist eine durch große Studien erwiesene Tatsache, dass Stress eine der Hauptfaktoren für die Entstehung von Krebs ist. Bei den vielfältigen Ursachen, die diese von allen so gefürchtete Krankheit auslösen, spielt unsere heutige Lebensform des Miteinanders und des Umgangs mit uns selbst eine zentrale Rolle. Das Leben in unserer modernen Gesellschaft macht es  manchmal erforderlich, dass wir verdrängen. Unsere unwillkürlichen Reaktionen, wenn uns jemand ungerecht behandelt, uns abwertet oder wir mit Wut und Agression konfrontiert werden, versuchen wir mal mehr mal weniger zu unterdrücken und möglichst „gute Miene zum bösen Spiel“ zu machen.  Keine Gefühle zeigen. Keine Schwäche!  Wenn sich jedoch die physiologische Stressreaktion nicht frei äußern kann – wegen der sozialen Konsequenzen- dann hat das eine negative, kulminierende Wirkung auf den Körper zur Folge.  Durch diese ständige Hemmung entsteht chronischer Stress – Stress, der sich im Körper staut und nicht abreagiert werden kann. Wer kennt nicht die Situation, in der er JA sagt, obwohl er NEIN meint.   Damit verschaffen wir uns jetzt Ruhe und täuschen uns selbst, denn das dicke Ende kommt später.

Wenn wir uns einer stressigen Lebenssituation stellen, mit ihr authentisch und reflektierend umgehen, haben wir die Möglichkeit diesen Stress zu durchlaufen und letztlich zu überwinden.  Selbstverantwortlichkeit und Klarheit im Inneren und im Außen sind, meiner Meinung nach, die Voraussetzung, um mit dem nötigen Mut seinen Stress abzubauen. Leider ist mir dies in der Vergangenheit in bestimmten, wiederkehrenden Situationen oftmals nicht gelungen. So wirklich erkannt habe ich das erst durch meine Krebserkrankung. Quasi gezwungenermaßen begann ich mir die Stressfaktoren der Vergangenheit anzuschauen und nach und nach begriff ich, wie sehr mir bestimmte Verhalten geradezu nicht anschauen wollte. Es jetzt zu begreifen, fühlt sich wie eine Offenbarung an und , die es mir in einem ganz anderen Ausmaß möglich macht, selbstverantwortlich zu handeln.  Gleichzeitig empfinde ich dieses Versäumnis auch als sehr, sehr schmerzhaft.  Wäre ich nicht so ängstlich gewesen, wäre meine Leben schon vor langer Zeit wesentlich erfüllter und glücklicher gewesen.  Na ja, geschehen ist geschehen. Noch lebe ich und habe alle Möglichkeiten der Veränderung.

Aber ich bin jetzt vom Thema abgekommen. Meine Absicht ist es, mich mit Vorsorgeuntersuchungen und deren Notwendigkeit oder Überflüssigkeit zu beschäftigen.  In der Tat werden durch diese frühen Untersuchungen Krebserkrankungen entdeckt.  Dadurch wird also Leben gerettet.  Ich erinnere ein Interview vor einigen Jahren bei Beckmann, in dem Udo Jürgens über seinen Bruder sprach, der an Darmkrebs starb, weil er zu spät zum Arzt gegangen war. Nun weiß ich nicht, ob sich dieser Bruder trotz Beschwerden nicht untersuchen ließ, oder ob er einfach nicht zu einer prophylaktischen Überprüfung gegangen ist.  Udo Jürgens redete damals vehement für diese Voruntersuchungen. Jedoch: In vielen medizinischen Studien mit großen Patientenzahlen wurde folgendes festgestellt: Die allergrößte Zahl der Menschen, die sich einer solchen Vorsorge unterziehen, sind gesund, also ohne Befund.  Gut so.  Eine sehr kleine Anzahl jedoch haben etwas. Bei ihnen wird also im Rahmen der Untersuchung Krebs festgestellt!  Durch die heutigen immer genaueren Methoden können heutzutage Krebserkrankungen in einem extrem frühen Stadium festgestellt      und       anschließend behandelt  werden.  Ob diese dann sehr frühen Stadien überhaupt behandelt werden müssen, ist zumindest  zuweilen sehr fraglich. Es ist bekannt, dass diese Früherkrankungen auch durch eine Änderung der Lebensführung behandelt und geheilt werden kann. Stattdessen wird von der Schulmedizin das ganze Arsenal der Waffen hervorgekramt und eingesetzt. Gerade bei Prostata-Patienten  fängt man an, von der unnötigen Verstümmelung tausender Männer pro Jahr zu sprechen!  Dieser Fernsehbericht wühlte mich logischerweise auf. Was bedeutete das den nun für mich? Dazu später.      Weiter zu den Inhalten der Sendung.  Eine, im Vergleich zu denen, bei denen wirklich Krebs diagnostiziert wurde, wesentlich höhere Anzahl von Menschen erleiden Verletzungen und Folgeschäden und auch Fehldiagnosen!  Durch diese frühen Vorsorgeuntersuchungen bei vollkommen gesunden Menschen. Das weiß kaum jemand, auch die wenigsten Ärzte. Auch mir war das alles relativ unbekannt. Natürlich habe ich auch schon mal davon in irgendeiner Form gehört, aber als vermeintlich Unbeteiligter, habe ich instinktiv nicht weiter nachgedacht.  Aber jetzt beschäftige ich mich damit und auch wenn ich für das, was ich gerade beschrieben habe, keine Antwort habe, so weiß ich nun doch, wie ich die Wahrscheinlichkeit  meiner Krebserkrankung hätte deutlich reduzieren können. Dieses Wissen nutze ich nun immerhin für meine Gesundung.     Direkt nach der Sendung sprach ich mit Susanne darüber, ob auch bei mir vielleicht zu früh operiert worden sei. Vielleicht bin ich ja auch einer derjenigen, bei den mit Kanonen auf Spatzen geschossen wurde.       In solchen Situationen kann ich, ganz offensichtlich, nicht wirklich rational denken.     Erst Susanne musste mich darauf hinweisen, dass ich nicht zu einer Früherkennungsuntersuchung gegangen bin, sondern  klare Beschwerden hatte und bei der darauffolgenden Operation wurden Metastasen gefunden. Punkt. Gut, dass sie manchmal für mich denkt!!

Stück für Stück wird alles deutlicher.       Der Ursprung………..,                         mein Weg…………….., meine Entscheidungen.

 

Alles Liebe für Euch.

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