Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 32

 

Mein Einflussbereich…..

Wenn ich mich früh morgens an meinen Schreibtisch begebe, geht es mir gut. In der Regel schaue ich zunächst eine Weile nach draußen in den Wald, lasse meine Gedanken laufen, und dann fange ich langsam an. Einige Bücher begleiten mich, mein Tagebuch liegt aufgeschlagen und empfangsbereit für meine Gedanken vor mir, ich höre Musik. Manchmal lese ich meine Aufzeichnungen der letzten Tage nochmals. Zu anderen Zeiten schreibe ich 翻墙 sofort, überlege, wie der gestrige Tag gewesen ist. Welche Gedanken von mir führten zu welchen Gefühlen? Und an wiederum anderen Tagen mache ich alles gleichzeitig, beantworte Mails, schreibe SMS und kommuniziere über WhatsApp mit Freunden, lese, denke nach, fühle mich und bin ganz inspiriert und kreativ. Dies sind die besten Momente. Der Blick von meinem Schreibtisch in den Garten und auf die herbstlich bunten Bäume. Das tut mir gut.

 

 

Alles Liebe für Euch!

Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 31

Augenblicklich…………dran bleiben

In der Zwischenzeit war ich 17 mal im Krankenhaus zur Bestrahlung.  Jeweils am Dienstag kann ich Terminwünsche angeben und am Freitag  bekomme ich dann jeweils meine Termine für folgende Woche.  Die Zeiten sin dabei immer unterschiedlich, mal morgens, mal mittags oder auch später an Tag. Dadurch bin ich in der Lage meine sowohl persönlichen als auch beruflichen Termine weiter wahrzunehmen. Na ja, meistens. In der Regel komme ich sofort dran, muss also kaum warten. Im hinblick auf meine volle Blase, mit der ich dort immer aufkreuze , bin ich heilfroh, unverzüglich bestrahlt zu werde.

Eine meiner Schwächen ist mein Terminmanagement. Schon immer, auch wenn es besser geworden ist. Ich bin da echt hinterher. Trotzdem kommt es vor, dass ich, wie am Freitag geschehen, denke ich habe um 10 Uhr meine Strahlentherapie. Ganz absichtsvoll bin ich also nur wenige Minuten vorher da, um zu erfahren, dass mein Termin bereits um 9.40h gewesen ist. Kurzer Blick in mein Handy: Stimmt! Verdammt, nun hatte ich ein Problem, zumal mir mitgeteilt wurde, dass sie mich in ca. 45 Minuten dazwischenschieben würden. Gut, dass ich mein eigenes Gesicht nicht sehen konnte, denn mir war klar, nun hatte ich eine schwierige Zeit vor mir.  Die folgende Stunde war eher eine der sehr unangenehmen Zeiten meines Lebens. Irgendwann dann in der Röhre liegend, schweißgebadet, zitternd und in höchstem Maße angespannt, drückte ich zum ersten Mal den Notfall-Knopf. Dieser Notfall-Knopf ist eigentlich für Menschen, die in einer solch engen  Röhre  in Panik geraten und es nicht mehr aushalten. Damit habe ich nun gar nichts zu tun. Ich musste nur extrem dringend pinkeln. Über Lautsprecher wurde ich dann gebeten, nur noch wenige Minuten auszuhalten, es wäre gleich vorbei. Also weiter. Die verbliebenen Zeiten wurden mir nun mitgeteilt: „Herr Krankenberg, noch zwei Minuten!“ „Noch eine Minute…..!“ Gleichzeitig redete ich ganz laut mit mir selbst: „GESUNDHEIT! JEDE MINUTE TUT MIR GUT! JEDE SEKUNDE! ICH SCHAFF DAS!  Und ich schaffte es. Kaum stoppte die Maschine, rannten sie schon herein und befreiten mich.                So richtig habe ich mich an diesem Tag von dieser Strapaze nicht erholen können.  Das passiert mir nicht nochmal. Meine Termine haben nunmehr meine höchste Aufmerksamkeit.

Ein anderer Aspekt hatte im Laufe der letzten 3 Wochen eine wesentlich höhere Priorität. Und zwar äußerte ich den Wunsch, ob es nicht möglich wäre die Strahlendosis zu erhöhen. Hintergrund dieser Überlegung ist die Aussage der behandelnden Ärzte, dass wenn die Strahlentherapie nicht erfolgreich sein würde, dies mein „letzter Schuss“ sein würde.  Alles weitere, was es noch anTherapie geben würde, könnte meine Erkrankung lediglich noch verlangsamen, aber nicht mehr heilen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass mir doch noch weitere Optionen offenstehen werden, so möchte jede Behandlung so effektiv wie nur irgend möglich gestalten.  Das Gespräch mit dem zuständigen Arzt, bei dem ich ihm meinen Wunsch nach mehr Strahlung vortrug, tat mir nicht gut. Mit Hinweis auf den Strahlenskandal, der vor einigen Jahren das UKE erschütterte, meinte er, dass es schon sinnvoll sei, sich strikt innerhalb der vorgegeben Richtlinien zu bewegen. Ein Argument, dem ich mich nicht anschließen wollte. Daraufhin schilderte er mir, welche Nebenwirkungen eine zu hohe Strahlung haben könne. Da musste ich schon schlucken. So gravierend hatte ich mir das nicht vorgestellt. 港股开户 Ohne hier ins Detail zu gehen, war mir klar, dass ich diese sich langfristig auswirkenden Nebenwirkungen auf jeden Fall vermeiden will. Mit Ablehnung reagierte er jedoch auch auf meine Bitte, doch zumindest über eine, wenn auch nur geringfügige Erhöhung, nachzudenken. Wie selten in meinem Leben, war mir klar, dass ich jetzt nicht  nachgeben und aufgeben durfte. Also sprach ich einfach weiter. Erzählte ihm, dass ich wohl sehr genau um die zumindest medizinische schlechte Prognose wüsste, aber eben gern noch lange leben möchte und deshalb um jedes Prozent kämpfen würde, dass meine Chance ein wenig verbessern würde. Ein wenig offener wurde er erst, als ich noch massiver wurde und ihn bat doch zu verstehen, dass ich zu jung zum sterben wäre. Deshalb wäre ich ihm sehr dankbar, falls er nochmals über die Möglichkeit einer Erhöhung nachzudenken. Daraufhin meinte er dann , man könne es in der morgigen Frühbesprechung überlegen.                         Ich war zufrieden, doch gleichzeitig mental erschöpft und niedergeschlagen.  Nicht im Traum hatte ich angenommen, dass ich selbst um die Möglichkeit des Nachdenkens bei den Ärzten würde ringen müssen.

Letztlich ist es bei der Höhe der ursprünglichen Bestrahlungsdosis geblieben. In mehreren Gesprächen, auch mit meinem Rostocker Urologie-Professor, wurde mir sehr klar und vernünftig erklärt, dass meine Strahlentherapie genau richtig dosiert ist. Ich war zufrieden.

Susanne fragte mich anschließend, weshalb ich denn nun zufrieden sei, obwohl sich nichts geändert hätte. Entscheidend für mich ist, dass ich mich um mich kümmere und die Dinge tue, die ich für mich als wesentlich erachte. Die Bestrahlung ist gleich geblieben, hätte ich jedoch geschwiegen und damit gekniffen, wäre in mir ein schlechtes Gefühl von „ich tue nicht, das, was ich für richtig und notwendig  halte“ übrig geblieben. Es hätte mich immer begleitet.  Ich war mit mir im Frieden.

Einige Tage später traf ich den Arzt, an den ich meinen Wunsch nach Reduzierung herangetragen hatte, auf dem Flur. Während er mir nochmals begründete, weshalb er so entschieden hatte, stand neben ihm eine Kollegin, die er mir nicht vorstellte, die aber alles mithörte. Im Gehen meinte er lapidar: „Tja Herr Krankenberg, Ihre Heilungschancen sind eben begrenzt. Schönen Tag noch.“    !!!!

Um mich von Aussagen dieser brutal gedankenlosen  Art zu befreien, brauche ich dann doch ein wenig Zeit. Zunächst sass ich auf dem Heimweg im Auto und konnte nicht klar denken. Nach einer gewissen Zeit greifen dann glücklicherweise meine Automatismen. Ich nehme dann, quasi von aussen, wahr, dass es mir schlecht geht, ich wie im Nebel bin und ohne Energie. Sobald ich also wieder reflektiere, ist im Grunde die halbe Miete getan. Mir wurde sofort klar, dass dieser Arzt mir eigentlich nur etwas gesagt hatte, das ich sowieso schon weiß, nämlich dass es aus medizinischer Sicht eben nur einen Wahrscheinlichkeit von ca 30% gibt. Auf eine ziemlich ungeschickte Art war das der Inhalt seiner Botschaft. Meine Ansicht ist aber, dass diese 30% eine gute Chance sind. Denn, in einem der früheren Beiträge hatte ich das schon geschrieben, zu diesen Personen mit einem Befund wie dem meinen, gehören Dicke, Alte, Unsportliche, Hoffnungslose, Ängstliche, Passive, Raucher usw. das sin die meisten. Immer wieder begreife ich, welche Chance ich habe, falls ich auf meine eigene Art DRAN BLEIBE. Je mehr ich darauf achte, dass Bemerkungen, Gespräche und Situationen im Außen wenig oder keine Macht und Einfluß auf mein Inneres haben, umso besser.

 

Alles Liebe für Euch!

Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 30

Mein Leben 

In einer Geburtstagskarte stand folgender Text, den ich augenblicklich lese.  (Ohne weitere Worte)

ES IST DEIN LEBEN –  HAB SPASS! ERNSTHAFT! – TU, WAS DU LIEBST UND TU ES OFT – SEI LIEBER VERRÜCKT ALS LANGWEILIG – DAS LEBEN IST EINE ACHTERBAHN: ENTSCHEIDE, OB DU BEI JEDEM HÜPFER SCHREIST ODER DIE ARME HOCHREISST UND DIE FAHRT GENIESST – WÄRME DICH IN DER SONNE, TANZE IM REGEN – FÜR DEIN LEBEN BIST DU DIE FARBE, DER MALER UND DAS BILD – DENK POSITIV, ISS GESUND, SORGE DICH WENIGER, TANZE MEHR, LIEBE VIEL UND SEI GLÜCKLICH – SEI SO FRÖHLICH, DASS, WENN ANDERE MENSCHEN DICH ANSEHEN, SIE AUCH FRÖHLICH WERDEN – LERNE DICH ZU ENTSCHULDIGEN, FEHLER EINZUGESTEHEN UND LOB ANZUNEHMEN – SCHÄME DICH NICHT, UM HILFE ZU BITTEN – WENN DU ETWAS NICHT FREUNDLICH SAGEN KANNST, DANN SAGE ES LIEBER GAR NICHT – SEI GLÜCKLICH, SEI TRAURIG, SEI IMMER DU SELBST – WERDE NICHT BEQUEM, GIB NIE AUF UND DASS DEINE TRÄUME NIE VERLOREN GEHEN – BEREUEN IST SCHLIMMER ALS SCHEITERNDIE MUTIGEN LEBEN NICHT EWIG, ABER DIE ÄNGSTLICHEN LEBEN GAR NICHT – ES GIBT KEINEN AUFZUG ZUM ERFOLG – DU MUSST DAFÜR DIE TREPPE NEHMEN – OHNE REGEN KEINEN REGENBOGEN– ES GIBT MENSCHEN, DIE GELD HABEN UND MENSCHEN, DIE REICH SIND – WENN DU ZU BESCHÄFTIGT BIST, UM ZU LACHEN, DANN BIST DU VIEL ZU BESCHÄFTIGT – MUT IST, ZU TODE GEÄNGSTIGT ZU SEIN UND TROTZDEM WEITER ZU MACHEN – LACHE SO OFT WIE MÖGLICH: JE HÄUFIGER DU LACHST, UMSO LUSTIGER WIRD DEIN LEBEN – DAS LEBEN IST ZU KURZ, UM ES ERNST ZU NEHMEN – EIN NEUER TAG, EINE NEUE CHANCE – JEDER TAG, AN DEM DU EINE ENTSCHEIDUNG FÄLLST, IST EIN GUTER TAG – GLAUBE NICHT, DASS DIE MENSCHEN UM DICH HERUM WISSEN, WAS DU EMPFINDEST, SAGE ES – EIN EINFACHES „HALLO“ KANN ZU EINER MILLION DINGE FÜHREN – DAS LEBEN IST WIE FAHRRADFAHREN : UM IN BALANCE ZU BLEIBEN, MUSST DU IN BEWEGUNG BLEIBEN – WENN ETWAS DIR ANGST MACHT, WÄRE ES VIELLEICHT EINE GUTE IDEE, ES AUSZUPROBIEREN – WENN DIR ETWAS WICHTIG IST, WIRST DU EINEN WEG FINDEN. WENN NICHT, WIRST DU EINE AUSREDE FINDEN – ALLES, WAS DU WILLST, LIEGT AUF DER ANDEREN SEITE DER ANGST – IN EINEM JAHR WIRST DU WÜNSCHEN, DU HÄTTEST HEUTE ANGEFANGEN – ISS WENIGER ZUCKER, DU BIST SÜSS GENUG – ENTSCHEIDE DICH:WÜNSCHE DIR ETWAS ODER TU ES EINFACH – DIE BESTEN DINGE IM LEBEN KANN MAN NICHT SEHEN – DAS IST DER GRUND, WESHALB WIR DIE AUGEN SCHLIESSEN, WENN WIR KÜSSEN, LACHEN UND TRÄUMEN – EIN LEBEN OHNE LIEBE IST WIE EIN BAUM OHNE BLÜTEN UND FRÜCHTE – DENKE VIEL AN DIE MENSCHEN, DIE DIR WICHTIG SIND UND DIE DU LIEBST UND SAG ES IHNEN – WAS WÄRE, WENN DU HEUTE AUFGEWACHT WÄRST UND NUR NOCH DIE DINGE HÄTTEST FÜR DIE DU GESTERN DANKBAR WARST? – EGAL, WAS PASSIERT: BLICKE AM ENDE JEDEN TAGES ZURÜCK, ATME TIEF UND LÄCHLE – SEI GLÜCKLICH FÜR EINEM MOMENT: DIESER MOMENT IST DEIN LEBEN! DENN: AM ENDE IST ALLES GUT, UND WENN ES NICHT GUT IST, IST ES NICHT DAS ENDE.

Eigentlich alles nur Kalendersprüche. Aus einem Impuls heraus legte ich sie mir so auf meinen Schreibtisch, so dass ich sie jeden Morgen als erstes lese. Und:  Es tut mir unglaublich gut. Gänzlich unerwartet.       Von außen ist mein  Leben schwierig, (wie scheinbar für so viele Menschen) während es, nach innen betrachtet, oft wunderschön ist. Wer hätte das gedacht??

Alles Liebe für Euch!

Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 29

Immer weiter…….

 

Nun habe ich die ersten Bestrahlungen hinter mir.

Hätte man mir vor 6 Monaten, also am 1.Mai gesagt, wie mein Leben sich verändern würde und dass es mir trotz allem gut gehen würde, ich hätte es in beiderlei Hinsicht nicht für möglich gehalten!! 

Jeden Tag wandere ich nun durch die langen Gänge der Uniklinik Eppendorf zu meiner lebenserhaltenden Behandlung.   Genau betrachte ich die Menschen, die mir begegnen. Sind es Patienten oder Besucher? Schaue in in ihre Gesichter, versuche wahrnehmen, wie sie drauf sind. Ist es Lebenshunger, Resignation, Freude, Ängstlichkeit, Stärke oder Schwäche? Manche sind gelangweilt, manche gehetzt, manche zeigen nichts. Die vielen Raucher erschrecken mich. Oft übergewichtig,  vertun sie ihre Gesundheit, ohne darüber nachzudenken.  Oft verspüre ich den Wunsch sie anzurufen, wachzurufen. Das tue ich natürlich nicht. Es steht mir nicht zu. Wir alle führen unser Leben auf unsere ureigenste Weise. Doch sie zu sehen, motiviert mich noch zusätzlich, wieder gesund zu werden. Die Lust und Freude zu leben ist riesengroß und erfüllt mich. Ich fühle mich gut, bin entspannt und zuversichtlich.

So war es jedoch  zunächst beim ersten Mal nicht .                                                               Ich lag am Eingang der großen Röhre und wurde vorbereitet. Dann hieß es: „Jetzt gehts los. Nicht mehr bewegen. Sie werden nun reingefahren.“ Die beiden Schwestern verließen den Raum und ich fuhr automatisch in die Röhre. Nur ein Rauschen, wie von einem lauten Gebläse war zu hören. Eine mich bedrückende und irgendwie bedrohliche Atmosphäre. Sofort fing mein Herz an zu rasen, und ich bekam im wahrsten Sinne des Wortes von Kopf bis in die Zehenspitzen eine  eine Gänsehaut. Ohne es gewahr zu werden, war ich komplett auf Ablehnung und Widerwillen eingestellt. „Es ist schrecklich. Ich will weg. So allein!“     Zwei oder drei Minuten war ich von diesem Zustand erfüllt.       Dann, nach einem Moment wurde ich mir bewusst, was ich da gerade tue!! Die Maschine ist doch nicht für meinen Zustand verantwortlich. Im Gegenteil, sie hilft mir, wieder gesund zu werden. Dieser Apparat ist in Wirklichkeit mein Freund.  Eine Offenbarung!! Mann! Ja, so ist es. Wie gut, dass es so etwas gibt. Früher, ohne Bestrahlungsgeräte dieser Qualität, hatten  die erkrankten Menschen eine wesentlich geringere Überlebenschance.   Gänzlich durchdrungen und auch überrascht von der Klarheit dieser plötzlichen Gedanken fühlte ich mich sofort wohl und wäre am liebsten noch länger in der Röhre geblieben. Jede Sekunde der Bestrahlung ist für mich gut!   Doch auch dieses wirklich gute Gefühl hielt nur wenige Momente. Denn nun meldete sich mit Macht meine Blase. Wie ich schon schrieb, hatte man mir gesagt, dass eine volle Blase das umliegende, gesunde Gewebe 外汇交易平台 schützen würde und so hatte ich vorher sehr viel getrunken. Dabei hatte ich es, in meinem Drang alles richtig zu machen, offensichtlich übertrieben. Und wie.  Nach meiner Operation habe ich gelernt, dass es, wenn ich pinkeln muss, gut ist, zügig eine Toilette aufzusuchen. Das ist zwar im Laufe der vergangenen Wochen deutlich besser geworden. Aber bei der Menge, die ich in meinem Eifer getrunken hatte, hatte ich ein extrem unangenehmes, akutes Problem. Nun bekam ich, wieder von Kopf bis Fuß, eine Gänsehaut, durfte mich null bewegen und hatte abzuwarten. Eine echte Qual! Wirklich geordnetes Denken war nicht mehr möglich. Höchstwahrscheinlich waren es nur 6 oder 7 Minuten, aber….. Na ja, letztlich habe ich es geschafft. Jetzt, wenn ich lese, was ich gerade schreibe, kann ich lachen und doch …….   Nun bin ich achtsamer und lerne so langsam mich im genau richtigen „Zustand“ zur Behandlung einzufinden. Was ich alles lerne!

Bis zum 20. November gehe ich jeden Tag, bis auf die Wochenenden, dahin. Gut so. Am liebsten wäre es mir, falls man die Bestrahlungsdauer noch verlängern könnte. Mal sehen, ich frage mal.

Die Nebenwirkungen sind überschaubar. Anfangs spürte ich gar nichts. Mittlerweile ist mir 2 oder 3 Sunden später etwas übel und schubweise überkommt mich bleierne Müdigkeit. Alles wirklich kein Problem. Selbst wenn es mehr werden sollte, nehme ich das gern in Kauf.     Mein Leben ist schön.  

Am Wochenende habe mein Zwillingsbruder und ich eine große Geburtstagsparty gefeiert. (Wir sind 60 Jahre alt geworden) Eine schöne Location. gutes Essen, gute Musik.  Das Schönste aber waren die vielen Freunde, die zu uns beiden gekommen sind. Welche unglaubliche Freude.  Durch sie wurde es erst eine schöne, wunderbare Party.  Wir sind megadankbar.

Alles Liebe für Euch!