Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 40

Physisch     Geistig       Seelisch

Meine Gesundung erfolgt auf mehreren Kanälen. Die medizinische Seite ist für mich wertvoll. Ärzte sind gut ausgebildete Menschen, die eine große Menge wissenschaftliche , technische und praktisch-medizinische Kenntnisse und Erfahrung haben. Sie können sehr wertvoll sein, wenn es um körperliche Fragen geht. Es scheint jedoch so, dass sie mich mit ihren Mitteln nicht gesund machen können. Sie tragen wohl eher lediglich zur Gesundung bei, und das ist gut so. Ich bin Ihnen dankbar. Sie geben mir Zeit . Obwohl ich den Beitrag der Medizin zu meiner Gesundung für wichtig halte, verlasse ich mich nicht allein auf die Ärzte. Ich sehe sie auch nicht als höchste Instanz, was meine Gesundheit betrifft. Immer deutlicher wird mir, wie sehr ich es selbst in der Hand habe.

In einem meiner früheren Einträge hatte ich von einem Gespräch mit dem Rostocker Urologie-Professor berichtet. Das war unmittelbar bevor die Bestrahlung im September begann. Damals hatte er meine Heilungschancen mit maximal 30% beziffert. ( Ich will jetzt nicht darauf nochmal eingehen, wie ich diese Aussage seinerzeit bewertete. Wer will kann ja nachlesen. Nr. 26)

Mein Bruder erzählte mir nun von einem Telefonat mit diesem Rostocker Arzt. der, wie schon erwähnt, immer als hilfreiche Beratungsinstanz zur Verfügung stand. Auf die Information hin . dass mein PSA-Wert unterhalb der Messgrenze sei, schwieg er einen Moment und meinte dann: „Damit habe ich nicht gerechnet! Tja, was soll ich dazu sagen? Mich freuen, dass er sich wohl getäuscht hat, oder mein Vertrauen in die Weisheit der Ärzte weiter reduzieren? Keine Ahnung. Genauso wenig, wie ich wirklich weiß, welche Faktoren zu dieser Entwicklung geführt habe. Für mich gilt es einfach weiterzumachen. Denn ich habe eher die Vorstellung, dass mein Krebs nur ruhig gestellt ist und bei einem Nachlassen von mir sich wieder melden könnte. Noch ist der Weg bis zu meiner Heilung noch nicht zu Ende gegangen.

Heilung oder Gesundung. Ist das eigentlich das Gleiche? Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr wird mir klar, dass es sich bei einer Gesundung vor allem um den körperlichen Aspekt der Krankheit handelt. Spreche ich jedoch von einer Heilung, so besitzt dieses Wort für mich eine ganzheitliche Bedeutung. Heilung ist vielmehr eine Gesundung von Körper, Geist und Seele. Bin ich wieder ganz gesund, körperlich meine ich, und lebe dann so weiter, wie zuvor, dann habe ich nichts gelernt, sondern eine große Gelegenheit verpasst. Dazu ein Beispiel: Wenn wir essen, geht es den meisten Menschen in erster Linie darum, unseren Hunger zu shadowsocks stillen. Wir führen also unserem Körper Energie zu, die er benötigt, um das tägliche Leben leben zu können. Schmeckt dann noch gut, ist alles in Ordnung. So war es bei mir auch. Darüber hinaus habe ich mir in früheren Zeiten keinerlei Gedanken gemacht. Nun habe ich gelernt, dass Essen nicht nur gut schmeckt und meinen Hunger stillt, sondern, dass ich mich mit dem, was ich gegessen habe anschließend auch richtig wohlfühle und nicht nur einfach satt bin. Eine so simple und dennoch völlig neue Denkweise. Dies Denken führt zu einer in weiten Teilen anderen Ernährung, und, das hätte ich nie gedacht, zu viel grösserem Ess-Genuss.

Und so beschäftige ich mich intensiv mit vielerlei Themen und bemerke voller Freude und Dankbarkeit, wie sich meine Lebensqualität immer weiter verbessert. Es geht eben nicht nur um gesund werden oder mehr Ess-Genuss, sondern vielmehr um einen echten Lebensgenuss. Mein Leben ist schön. Ein Satz, der mir früher nicht über die Lippen gekommen wäre. Viel zu viele „aber“ hätten sich mir in den Weg gestellt.

Es geht mir um Heilung. Das bedeutet, dass mein zukünftiges Leben, also auch nach meiner körperlichen Gesundung, anders sein wir als zuvor. Was heißt das nun genau? Weiterhin meine „Stille Stunde“ am Morgen, beginnend mit Meditation und den „5 Tibetern“, weiterhin kein Fleisch, viel Gemüse, Obst und einer ganzen Reihe von ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln, kein Zucker, mehr als das Doppelte gegenüber dem früheren Leben trinken. Nur einen Kaffee pro Tag und den mit Sojamilch, ansonsten Mineralwasser ohne Kohlensäure und viel grünen Tee, wenn möglich aus Japan. Außer einem gelegentlichen Glas Rotwein keinen Alkohol. Wenn ich mir das so durchlese, scheint das ein Leben voller Einschränkungen zu sein. Doch das Gegenteil ist der Fall. Diese Art von bewusster Lebensführung ist eine Offenbarung von Leichtigkeit und Freude!

Die wirklich bedeutsamen Veränderungen gibt es allerdings im mentalen Bereich. Während ich dies schreibe wird mir deutlich, wie natürlich und normal es für mich mittlerweile geworden ist, mich „mentalen“ Mechanismen zu beschäftigen. Im Gegensatz dazu war ich am Wochenende auf einer Gartengrillparty, und ein Pärchen fragte mich, was ich denn beruflich genau machen würde. Ganz entspannt beschrieb ich anhand eines Beispiel aus der letzten Woche, was ich so tue. Bei einem Personalberatungsunternehmen hatte ich ein Kompetenztraining moderiert und dabei lag der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich der „Mentalen Kompetenz“ . Zu meiner Überraschung wussten beide nicht, was mentale Kompetenz denn überhaupt sei. Noch nie hatten sie davon gehört!! Nun ja,….. Ich schweife ab.

Veränderungen im mentalen Bereich ist das Thema. Auch dazu ein Beispiel: Mehr oder weniger mein ganzes Leben hatte ich Angst vor Streit. Selbst in Zeiten ohne Streit war ich immer darauf aus, so zu leben, dass die Wahrscheinlichkeit von Streit minimiert wurde. Ich versuchte immer „Gutes Wetter“ zu machen, verbunden mit einer im Hintergrund schlummernden Angst. Kam es dann doch zu Auseinandersetzungen, insbesondere mit mir lieben Menschen, konnte ich es kaum aushalten. Wie oft sagte ich zu mir selbst: “ Das ist jetzt wie STERBEN!“ Oft bin ich dann ausgewichen, habe mich zurückgezogen. Jedoch die Angst vor Streits und das Gefühl bei den Streits an sich blieb. Das schwächte mich enorm. Heute verstehe ich, dass gerade diese Angst und der Versuch des Vermeidens zu quälenden Situationen führen musste. Ein neuer Weg musste her. Immer noch mag ich keine Streits. Auseinandersetzungen jedoch führe nun ich schon. Aber anders. Vorausgegangen sind viele Stunden der Stille, des Schreibens und Lesens, der Suche. Wenn ich Streits nicht mag, dann ist es doch am besten, sie gar nicht erst zu führen. Aber so einfach ist das nicht. Auseinandersetzungen sind nun mal ein Teil unserer Existenz. 

Genau überlege ich mir nun , wie ich mich fühlte, würde ich kneifen. Oder was wäre, wenn das Problem weiter bestehen würde. Meine Selbstachtung spielt eine Rolle. Schwächen würde ich mich, stünde ich nicht für mich ein. Gleichzeitig versuche ich wahrzunehmen, wie sich mein Gesprächspartner mit dem Thema wohl fühlt und wie ich mich auf ihn einstellen kann. Bildlich gesprochen, „gehe ich in seinen Mokassins“. Zuallerletzt fühle ich nochmals meine Angst, wohl wissend, dass, je größer meine Angst ist, ich um so mehr Mut benötige. Und dann lege ich los, behutsam, gleichsam zunächst eine gemeinsame Basis aufbauend und doch möglichst klar und zielstrebig. Kein Rumgerede, kein Lavieren mehr, wie ich es jahrelang gemacht habe. 

So vorzugehen, tut mir unglaublich gut. In jeder Hinsicht fühle ich mich dadurch gestärkt. Inwieweit es mir hilft gesund zu werden, weiß ich nicht wirklich. Aber ich bin  damit glücklich und kraftvoll.  Das zählt! Und dass  unser Gemützustand eine Auswirkung auf den Körper hat, wissen wir genau. Man nennt das Psychoneuroimmunologie“.

Über Psychoneuroimmunologie und Begriffe wie Apoptose, Anti-Angiogenese und welche enorme Bedeutung sie für meine Heilung besitzen, schreibe ich beim nächsten Eintragfilm Alien: Covenant online

 

Alles Liebe für Euch!

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