Von der Krankheit zur Heilung Mein Weg 50

Auf ein Neues

Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich nun inmitten meiner zweiten Bestrahlung stehe und meine Anti-Hormon-Therapie, die damals überhaupt kein Thema war,  noch mindestens bis zum Mai 2017 läuft, ich hätte es nicht geglaubt. Und doch ist es so.

Was sich eigentlich, also auf den ersten Blick, wie der blanke Horror anhört, ist in Wirklichkeit eine  Chance. Ob diese Chance groß oder klein ist, vermag ich nicht zu sagen. Dazu waren die letzten 16 Monate waren zu wechselhaft, sowohl im Negativen als auch im Positiven. Jedenfalls wird jetzt versucht mit einer maximalen Strahlendosis diese Knochenmetastase „wegzubruzzeln“. Ursprünglich war geplant , mich 4 Wochen lang, jeweils fünf Tage mit einer geringeren Dosis zu bestrahlen. Nach einigen  Überlegungen und Gesprächen wurde diese kürzere und intensive Behandlung gewählt. Wie angenehm. 

Nach dieser Bestrahlung läuft die Anti-Hormon-Behandlung zunächst 9 Monate weiter. Sollte mein PSA-Wert die ganze Zeit bei 0 bleiben ( der Letzte vor 2 Wochen war wieder unterhalb der Messgrenze. Halleluja!) wird dann im Mai 2017 ein PET-Scan durchgeführt. Sollte dann nichts zu sehen sein, wird die Behandlung beendet. Dann erfolgen nur noch die vierteljährlichen Überprüfungen und nach Ablauf von 5 Jahren bin ich dann GESUND.  

Jetzt im Zeitfenster der Bestrahlung habe ich beschlossen, ganz normal zu essen. Also auch Schokolade, Kuchen, Fleisch usw. , einfach alles, was ich mir  seit langer Zeit versage. Augenblicklich wird mein Krebs maximal attackiert, sodass die Ernährung keinerlei zusätzlichen Einfluss hat. Das genieße ich total. Quasi eine Woche lang „Sonntagsessen“. Danach, also ab Donnerstag, ziehe ich die Zügel rigoros an. Absolut konsequente Ernährung (Ausnahmen wird es nicht mehr geben, Mental-Training, Yoga(damit beginne ich), Sport-Programm usw. Ich werde berichten, wie mein Programm aussieht. 

Komisch, obwohl ich mich auf diese „Schlemmer-Woche“ freue, fühlt sich die Zeit danach genauso gut an. Eigentlich fühlt sich alles gut an. Mein ganzes Leben. Gestern fragte mich ein Freund, ob ich mir etwas vormache. Damit brachte er mich sehr zum Nachdenken…..  Nein, ich bin sicher, mir nichts vorzumachen. Mein Leben ist, trotz vieler Einschränkungen, schöner und intensiver als zuvor. Das ist so!!

 

Alles Liebe für Euch!

 

Eine Antwort auf „Von der Krankheit zur Heilung Mein Weg 50“

  1. Lieber Peter,

    das Gefühl hatte ich auch, dass Du dir nichts vormachst, sondern dass das ganz tief aus Deinem Inneren kommt und Du wirklich überzeugt davon bist. Das freut mich, das inspiriert mich!
    Danke!

    Alles Gute für DICH!
    Niels

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