Von der Krankheit zur Heilung Mein Weg 63

Nebenwirkungen

Im letzten Beitrag kündigte ich an, über meine Knochen-und Muskelschmerzen zu berichten.

Diese Schmerzen sind massiv.  Dabei ist das schwer zu beschreiben. Schmerzen sind eine sehr subjektive Wahrnehmung.  Viele sagen, Männer würden wehleidiger  sein als Frauen. Weiß ich nicht. Kann ich auch nicht beurteilen. In Wahrheit kenn ich nur meine Schmerzen, und in diesem Fall sind sie teilweise schwierig zu händeln. Was passiert da?

Die am Knochen (Schambein) sitzenden Muskeln ziehen sich beim Sitzen zusammen. So ist das bei jedem Menschen. Da sie bei mir durch die Bestrahlung vernarbt sind, tut es weh, wenn sie anschließend  durch Bewegung wieder auseinander gezogen werden. Sitze ich lange, wie beispielsweise fast 5 Stunden während meines letzten Fluges nach Lanzarote, bin ich anschließend nahezu bewegungsunfähig. Doch gerade dann gilt es, mich aktiv zu bewegen und zu strecken. Das kann schon dauern, bis es wieder besser wird. Manchmal zwei Tage. Und manchmal reicht eine halbe Stunde am Schreibtisch um den Rest des Tages zur Qual werden zu lassen. Doch eine feste Regel, die mir Orientierung gibt, scheint es dabei nicht zu geben. Also einfach viel Bewegung, insbesondere Schwimmen tut mir richtig gut.  

An Tagen, die besonders qualvoll sind, merke ich, wie kraftraubend dieser Zustand ist. Meine Bewegungen sind dann schwerfällig und langsam.  Ab und zu ertappe ich mich  bei dem Wunsch, mich einfach nur ins Bett zu legen und Ruhe zu haben. Manchmal fällt es mir schwer, meine Moral und Motivation hoch zu halten. Was mir dabei hilft, ist die nimmermüde Unterstützung von Susanne und meine mentalen Übungen, eine Wärmflasche, ein Wärmepflaster  und eben Schwimmen.  Da bin ich eisern.

Anfang März fahren wir mit Freunden zum Skifahren. Freue mich sehr. 

Schon komisch, dass ich eigentlich unter meiner Primarerkrankung, dem Krebs, nie wirklich gelitten habe. Es ging und geht immer nur um die Nebenwirkungen der verschiedenen Behandlungen.

Na besser so als umgekehrt.  

Meine Zuversicht, auch das hinzubekommen ist stärker den je.  Diese Zuversicht unterstützt mich weiterhin sehr.

Alles Liebe für Euch und ein gesundes und glückliches 2018!!

2 Antworten auf „Von der Krankheit zur Heilung Mein Weg 63“

  1. Lieber Herr Krankenberg, meine Schwester und ich wünschen Ihnen ein gutes Jahr 2018! Möge es Ihnen bald besser gehen, oder sich eine weitere Form der Verbesserung des Uustandes einstellen. Herzliche Grüsse N. Eckert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.