Von der Erkrankung zur Heilung Mein Weg 72

Lungenmetastasen

Nach der in „Mein Weg 71“ beschriebenen Entdeckung von einer Ausbreitung der Knochenmetastasen im rechten Beckenbereich wurde schnellstmöglich ein PET-Ct gemacht. Damit kann festgestellt werden, ob und inwiefern eine weitere Streuung und Ausbreitung stattgefunden hat. In einem meiner früheren Einträge habe ich die Funktionsweise einer solchen Untersuchung bereits beschrieben. Dennoch nochmals kurz, wie es funktioniert. Zu Beginn wird mir eine radioaktive Substanz injiziert. Dann komme ich in einen Raum mit dicken Wänden und einer dicken Tür. Dort bleibe ich für 2 Stunden. In dieser Zeit verteilt sich diese Substanz in meinem ganzen Körper, unterstützt durch das Trinken von ca. 2 Litern Wasser. Die dicken Wänden schützen übrigens das Krankenhauspersonal vor einer Bestrahlungsschädigung durch mich.

 In der Röhre bekam ich dann ein Kontrastmittel und die Bilder werden gemacht.  

Nun ja, bei der Befundbesprechung am Folgetag, Susanne war wie so oft dabei, sah ich schon am Gesicht der Ärztin, dass es ein schlechter Befund sein würde. Und so war es dann auch.  Metastasen in der Lunge! Scheiße!! Schlechter könnte es nicht sein. Aus schulmedizinischer Sicht keine Möglichkeit der Heilung.  Jedes Mal löst eine solche Nachricht in mir zunächst schockartige Angst, Fassungslosigkeit und ein Gefühl von Ausweglosigkeit aus. Schaue ich dann meine Suse an, sehe, wie sie mit großen Augen und grau im Gesicht neben mir sitzt, weiß ich, wie ähnlich es uns beiden geht. nach einer solchen Nachricht. Nun geht’s los:   Chemotherapie, Anti-Hormom-Therapie, das voll Programm. Vor allem die Anti-Hormon-Therapie steht mir bevor, habe ich sie doch mehr als 2 1/2 Jahre „genießen“ dürfen.

Wieder mal brauche ich einige Zeit, um mich von dieser Nachricht mental zu erholen. Meine frühmorgendlichen Zeiten, in denen ich meditiere, lese, meine Gedanken wahrnehme, reflektiere und weiterentwickle, helfen mir dabei sehr. In dem Buch „Das heilende Bewusstsein“ las ich viel über die in uns allen innenwohnende Kraft der Handlungsfähigkeit. Ich denke, wirklich jeder Mensch hat diese Fähigkeit zu handeln. . Doch entscheidend ist es, diese Fähigkeit zu aktivieren, sie also quasi zum Leben zu erwecken. Die Beschäftigung mit diesem Thema gibt mir Zuversicht und auch Mut neue Wege zu gehen. Manchmal ist das schwer, aber es geht. Susanne an meiner Seite zu haben ist ein Geschenk des Himmels. Ohne sie……. Daran mag ich gar nicht denken. Dabei weiß ich genau, wie schwer es auch für sie ist. Vor etwas mehr als 3 Jahren hat sie einen Mann geheiratet, der damals bereits an Krebs erkrankt war. Nun wird mein Zustand schlechter und sie ist stets voller Liebe und Unterstützung an meiner Seite. Doch auch sie hat dunkle Zeiten voller Angst. Ich weiß es und bin voller Bewunderung, dass sie es mich nicht in einer Form wissen lässt, die mich schwächen würde. Ich liebe sie so sehr.

Mittlerweile habe ich die die erste Chemo, Kortison-Behandlung und Anti-Hormon-Injektion hinter mir. Davon berichte ich beim nächsten Mal. Nur so viel: Wirklich nicht angenehm, aber auch nicht so schlimm, wie es immer beschrieben wird.

Alles Liebe für Euch

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