Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 76

Teil 2 Familie, Liebe und Unterstützung

Nachdem nun klar geworden war, welche Therapie mir möglicherweise helfen würde, stellte die Universitätsklinik Eppendorf am 20. Januar 2020 einen Eilantrag bei meiner Krankenversicherung. Auf 5 Seiten wurde ausführlich begründet, weshalb diese neue und bisher in Deutschland bei meiner Erkrankung unbekannte Therapie unbedingt angewandt werden muß.

Ein Eilantrag, der ewig bis zur Entscheidung benötigte

Und nun passierte ……………nichts. Eine Woche verging, eine zweite Woche……..Mir war klar, dass ich diese Therapie brauchte und die Zeit, meine Zeit, lief. Selbst bei einer schnellen Zusage der Versicherung würde die Bestellung aus den USA nochmals 2 Wochen dauern. Seit der so negativen Diagnose im Juli letzten Jahres war ich zumindest schulmedizinisch ohne jegliche Behandlung. Verdammt!! Eines frühen Morgens im Februar, ich war nach München geflogen um einen Workshop zu leiten, erwischte mich meine Schwägerin mit dem Handy in der S-Bahn, um sich nach meinem Befinden und dem Stand der Dinge zu erkundigen. Während wir sprachen, brach ich in Tränen aus, verlor meine Fassung ob dieser Situation von machtlosem Warten. Mir wurde deutlich, wieviel Angst ich vor dem „zu spät“ hatte. Als sie daraufhin sagte, sie würde mal mit meinem Bruder sprechen, ob und inwieweit sie sich einbringen können, war ich maximal berührt und die Leute fingen an zu gucken.

Doch nun ging es ganz schnell, meine Brüder verständigten sich, die Behandlung für mich zu bezahlen, damit es, unabhängig von der Versicherung, endlich losgehen könne. Da Susanne und ich unser Geld gerade in einen Hausbau stecken, wäre es für uns extrem schwierig gewesen, diese monatliche Summe aufzubringen. Einige Tage später war das Geld bei der internationalen Apotheke, und die Bestellung ging vonstatten. Selbst meine 78-jährige Schwester beteiligte sich mit 2.00€! So etwas hatte ich noch nie erlebt. Selbst jetzt, während ich dies schreibe, weine ich . Meine Familie!!! Wie soll ich meine Gefühle beschreiben—- Dankbarkeit, Liebe, Freude, ach, es lässt sich nicht ausdrücken, nur fühlen. 14 Tage später nahm ich meine ersten 2 Tabletten (es ist eine Tabletten-Therapie) ein. Einige Zeit später erfolgte auch die Zusage der Versicherung. Nach 4 Wochen! Das von ihr beantragte Gutachten war positiv. Doch meine Familie war schneller!! Ohne Gutachten haben sie alle weit aus dem Fenster gelehnt und engagiert. Einfach aus Liebe!. Ich danke Euch. ICH LIEBE EUCH.

Jetzt nehme ich meine Tabletten immer zur Mittagszeit nach dem Essen. Es hat Nebenwirkungen, doch die halte ich gut aus. Ich kann meine geliebte Arbeit machen, bald fängt die Segel-Saison an, vorher gehts noch nach Lanzarote in die CASA ELISABETH. Auch alles, was Frau S. und ich besprochen haben, mache ich eisern weiter. Und Susanne und meine Familie sind an meiner Seite. Ich bin sehr glücklich.

Alles Liebe für Euch!

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