Die letzten Worte von Steve Jobs über sein und das Leben im Ganzen.

BITTE LESEN, NACHDENKEN UND TEILEN!

„Ich habe den Gipfel des Erfolgs in der Geschäftswelt erreicht.

In den Augen der Menschen gilt mein gesamtes Leben als eine Verkörperung des Erfolgs. Jedoch abgesehen von meiner Arbeit, habe ich wenig Freude in meinem Leben. Letztendlich gilt mein Reichtum nur als Fakt des Lebens, an den ich gewohnt bin. In diesem Augenblick, wo ich in einem Krankenbett liege und auf mein ganzes Leben zurückblicke, verstehe ich, dass all die Anerkennung und all der Reichtum, worauf ich so stolz war, an Wert verloren haben vor dem Gesicht des kommenden Todes. In der Dunkelheit, wenn ich die grünen Lämpchen der Lebenserhaltungsmaschinen beobachte und mir das mechanische Brummen dieser Maschinen anhöre, fühle ich die Atmung des Todes immer näher auf mich zukommen.

Jetzt weiß ich, dass wir uns komplett andere Fragen im Leben stellen müssen, die mit Reichtum nichts gemeinsam haben…

Es muss dort noch etwas sein, das uns als viel Wichtigeres im Leben erweist: womöglich ist es eine zwischenmenschliche Beziehung, womöglich Kunst, womöglich auch Träume in unserer Kindheit…
Non-Stop im Erreichen des Reichtums macht einen Menschen zu einer Marionette, was auch mir passiert ist. Der Gott hat uns solche Eigenschaften wie Gefühle für das Leben mitgegeben, damit wir in jedes Herz das Gefühl der Liebe überbringen können. Es darf keine Illusion bestehen bezüglich des Reichtums.

Das Reichtum, das ich im Verlaufe meines Lebens angehäuft habe, kann ich jetzt nicht mitnehmen. Was ich jetzt noch mitnehmen kann, sind Erinnerungen, die auf der Liebe basieren und mit Liebe erschaffen worden sind. Das ist der wahrhafte Reichtum, der euch jedes mal folgen muss, euch begleiten muss, der euch Kraft und Licht gibt weiterzugehen. Die Liebe kann wandern und reisen, wohin sie will. Denn genau wie das Leben, kennt auch die Liebe keine Grenzen.

Geht dorthin, wo ihr hingehen wollt. Erreicht Höhepunkte in eurem Leben, die ihr erreichen wollt. Die ganze Kraft dafür liegt in euren Herzen und euren Händen. „Welches Bett gilt als das reichste Bett der Welt?“ – „Es ist das Bett eines Kranken“ …

Ihr könnt euch vielleicht einen Chauffeur leisten, der für euch das Auto lenken wird. Oder ihr könnt euch Mitarbeiter leisten, die für euch das Geld verdienen würden. Niemand aber wird für euch all eure Krankheiten mittragen können. Das müsst ihr ganz alleine. Materielle Werte und Sachen, die wir mal verloren haben, können wiedergefunden werden. Es gibt aber eine Sache, dass wenn sie verloren geht, kann sie nicht wiedergefunden werden – und das ist DAS LEBEN.

Wenn ein Mensch sich einem Operationstisch zubewegt, dann versteht er auf einmal, dass es noch ein Buch gibt, das er noch nicht zu Ende gelesen hat – und das ist „Das Buch über ein gesundes Leben“.

Es ist nicht wichtig, in welcher Lebensetappe wir uns gerade befinden. Jeder von uns wird früher oder später zu diesem Moment kommen, wo der Vorhang für ihn fallen wird.

Dein Reichtum – das ist die Liebe zu deiner Familie, das ist die Liebe zu deiner Frau und deinem Mann, das ist die Liebe zu deinen Nächsten.
Passt auf euch auf und sorgt euch um die anderen.“

– mit Dirk Nocker.

Peters Weg, Beitrag 78. Von Susanne

Soeben habe ich Peters Entwurf veröffentlicht, an dem er zuletzt am 19.03. gearbeitet hat.

Zu lesen, wie es ihm zu der Zeit ging, trotz der zunehmenden Luftnot voller Optimismus, innerer Kraft und Zuversicht, zerschneidet mir das Herz und macht mich gleichzeitig glücklich und stolz. Mein geliebter Mann.

Wir waren ahnungslos. Dass Peter einen guten Monat nach diesem Beitrag für immer gehen würde, war undenkbar. So große Hoffnung hatten wir auf Piqray, dieses unglaublich teure Medikament aus den USA, gesetzt – In Deutschland noch nicht zugelassen, dankenswerter Weise genehmigt durch seine Krankenversicherung..

Aber dennoch nahmen die Symptome zu. Im Vordergrund die Luftnot. Eines Tages, Anfang April, fuhr ich spontan los, um ein mobiles Sauerstoffgerät zu holen. Peters Hausarzt hatte ihm inzwischen ein eigenes verschrieben, darauf konnten wir jedoch nicht warten. Der Sauerstoff machte das atmen einfacher, scheißegal, dass dieses Gerät ziemlich laut und schwer war!

Peter wurde immer dünner. Er wog 71 kg und fand es auch einerseits ganz cool, wieder so schlank zu sein, nachdem er durch die Anti-Hormontherapie irgendwann bei 91 kg gelandet war. Jetzt mochte er einfach nichts mehr essen. Die genussvollen Abende mit Käse und Rotwein gehörten der Vergangenheit an. Ich versuchte ihn mit ungewöhnlichen Leckereien – wie Spargel im März – zu begeistern, und hier und da gelang es, dass Peter mit Appetit etwas zu sich nahm.

Das Wetter war traumhaft zwischen Mitte März und Mitte April und mein Sonnenanbeter lag jeden Tag einige Stunden auf der Terrasse, wo ich ihn gut einpackte, wo er schlief, las, nachdachte , träumte. Ich in meinem Büro – Homeoffice ( Danke Corona!) und immer ein Ohr bei Peter.

Wir haben trotz allem in dieser Zeit so viel gemeinsam bewegt. Unser Hausbau: der Baumfällantrag war noch nicht durch, bald begann die Schutzfrist wegen der Nistzeit. Wir trafen uns auf dem Grundstück mit unseren lieben Doppelhauspartnern, Basti und Katy und umwickelten die zu fällenden Birken mit Alufolie und hängten CDs in die Äste, damit die Vögel keinen Bock hatten darin zu nisten. Für Peter hatten wir einen Regiestuhl dabei-Peter saß da und moderierte unser Tun – so lustig und kraftvoll-eine herrliche Aktion!

Wir trafen Familie und Freunde-trotz Corona Lock down (und Peter war sehr vorsichtig, was das anging! „Wenn ich Corona bekomme, bin ich tot“). Hans und Annegret, Julia und Hartwig. Schöne Stunden bei uns. Voller Liebe und Harmonie. Wir alle sind dankbar und glücklich, dass diese Zusammenkünfte stattfanden. Wenn ich mir die Fotos aus dieser Zeit anschaue (und ich werde einige hier teilen), erscheint es mir so unwirklich, dass es dann alles so schnell ging.

Immer hatte ich mich davor gefürchtet, den Moment zu verpassen, an dem es klar sein würde, dass es ab jetzt KEINE andere Aufgabe mehr gibt , als bei Peter zu sein. Und dann war doch so, dass es nicht klar war. Es ging von einem Moment auf den anderen, dass Peter ins Krankenhaus musste. An dem Freitag, 17. April 2020, bin ich nach meinem Arbeitstag noch eine Runde laufen gegangen. Als ich zurückkam, ging es Peter so schlecht, dass ich den Notarzt gerufen habe. Peter wollte eigentlich nicht ins Krankenhaus, also rief ich Dicki an, und dass sein Zwilling bekräftigte, dass das der einzig richtige Weg sei, war es in Ordnung und Peter war bereit dafür.

Als diese unglaublich nette Notärztin und Rettungssanitäterin Peter übernahmen, breitete sich in mir ein Gefühl der Gewissheit aus. Peter würde nicht mehr in die Schemmannstrasse 74 zurückkommen. In unser Zuhause. Ich hatte große Angst, dass Peter an diesem Tag noch sterben würde, es ging ihm auf einmal so wahnsinnig schlecht. Und ich blieb allein zurück. Es ist Corona. Niemand darf mit.

Ich schreibe dieses zu Ende und zeige Euch Fotos aus dieser Zeit. Aber für heute kann ich nicht mehr.

Alles Liebe für Euch! (So behalte ich es bei)

Von der Krankheit zur Gesundung Mein Weg 77

Man muss das Mögliche vollbringen, um das Unmögliche zu berühren. Simone Weil

Tja, was schreibe ich nun in meinen Blog? Wie gehe ich mit der augenblicklichen Situation um? Viele Aspekte, die zu bedenken und zu entscheiden sind. Gut, ist es, jetzt hier an meinem Mac zu sitzen und so langsam breiten sich die Themen in mir aus. Sehr unterschiedlich und vielschichtig, und irgendwie ist alles miteinander verwoben. Mein Gesundheitszustand, das letzte CT, dies neue Medikament, auch das Corona Virus, meine Risiken, mein Verhalten, meine Visionen und zukünftigen Projekte.

Eine banale Wahrheit: Keiner weiß, was die Zukunft bringen wird. Und doch führt dieser Gedanke zu einer Festlegung meiner Vorgehensweise im Jetzt. Ich erkenne, was los ist, beschäftige mich damit und akzeptiere es zunächst. Vor einigen Tagen stieß ich auf diesen Satz von Simone Weil, der mich nicht mehr losließ, geradezu fesselte in seiner Einfachheit und Klarheit. Was ist also möglich? Zunächst ein Erkennen meines Zustands und meiner Möglichkeiten. Inwiefern spielen äußere Aspekte eine Rolle? Aber der Reihe nach……………… Unmittelbar nachdem ich mit dieser neuen Therapie begonnen habe, die ich in Tablettenform (2 Stück pro Tag nach dem Essen) wurde bei mir ein Oberkörper-CT gemacht, um den Status einer möglichen Veränderung durch die Therapie zu erkennen. Dabei stellte sich heraus, dass auch in meiner Leber, in den Lympfknoten der Lunge Metastasen zu sehen waren. Meine Lunge sieht durch die Metastasen wie ein Flickenteppich aus. Die lange Wartezeit, bis die richtige Diagnose feststand! Bis die Zusage der Behandlung durch meine Krankenversicherung erfolgte, hat die Warterei also leider nochmals zu einer Verschlechterung geführt. Ich bekomme schlecht Luft, kann manchmal nicht flüssig reden. Dazu kommt ein zeitweise quälender Husten.

Also habe ich die Wahl: Entweder ich mache mir Sorgen, lasse die mich lähmende Angst zu, verkrieche mich, versuche mich abzulenken, die Normalität zu leben. All das, und vieles Ähnliche dieser Art ist MÖGLICH. Oder ich beschäftige mich mit anderen MÖGLICHKEITEN. Und ganz vielleicht berühre ich dadurch das Unmögliche !? Ich verspüre eine große Sehnsucht danach, das Unmögliche zu berühren.

Ich entscheide mich ganz klar für den zweiten Weg. Etwas anderes ist für gar nicht machbar. Immer wieder höre ich von Menschen, die mir nahe stehen: „Peter, es ist bewundernswert, wie Du das machst. ich weiß nicht, ob ich das auch so könnte!?“ Und meine Antwort ist immer gleich. „Du kannst es auch. Jeder Mensch kann es. Doch wir sehen in unserem täglichen Einerlei nicht die akute Notwendigkeit einer Veränderung. Erst wenn etwas für uns wirklich wichtig ist, haben wir die Chance zu neuen Wegen. Und ganz viele Menschen sehen dann mehr die Sorgen und Nöte. Da sind sie dann sehr kreativ, aber auch limitiert. In Wahrheit geht es auch anders. Für jeden, uns alle.

Nun nehme ich also diese zwei Pillen pro Tag. Frage mich jeden Tag: „Hat sich schon etwas verändert? Wie geht es mir? Horche in mich hinein. Wie geht es mir heute im Vergleich zu den letzten Tagen?

Eindeutig ist, dass meine Schmerzen fast ganz verschwunden sind. Tagsüber nehme ich überhaupt keine Schmerzmittel und für die Nacht nur soviel (sehr wenig) dass der geringe Restschmerz mich nicht weckt. Halleluja, eine neue Lebensqualität, die mir so gut tut. Bedeutet es nun, dass sich was zurückbildet oder die Metastasen nur ruhig sind? Keine Ahnung. Ich freue mich, dass es so ist und genieße diesen Zustand. Frau S., meine Naturopathin, wertet es als Zeichen, das in die richtige Richtung führt. Ja……..!! Was sich noch nicht verbessert hat ist mein Husten und meine Luftnot. Also der Zustand meiner Lunge. Manchmal kann ich kaum reden, weil ich einfach nicht genügend Luft bekomme, und manchmal quält mich der Husten schon sehr. Doch schlimmer wird es nicht. Was tue ich? Inhalieren mit ganz Salzwasser, heiße Umschläge mit Schwarzsenf-Mehl, heiße Salzwasser- Bäder und, ganz besonders, wenn es mal besonders anstrengend ist legt Susanne ihre Hände auf meine Brust und, wie durch Zauberhand, wird es sofort besser. Eigentlich doch unmöglich, oder? Und dennoch ist es so. Eindeutig. Das Unmöglich berühren…….. Ich liebe es.

Trotz immer noch bestehender Krebserkrankung ist mein Leben wunderbar.

Alles Liebe für Euch!