Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg 14

VISIONEN     –  Magie          – Himmel und Hölle

 

Visionen sind schöpferische Gestaltung.                Das, was ich mir vorstelle, trifft ein.
Oder anders ausgedrückt, etwas abgeschwächt für diejenigen, denen diese Aussage zu krass ist. Unsere Vorstellungen sind nützlich und unterstützend für die Erreichung, dessen was wir uns vorstellen. Dabei ist es bedeutungslos, ob diese Bilder im Kopf für uns überhaupt gut sind oder nicht.  Entscheidend ist im Leben , was wir uns vorstellen.
Es gibt drei Zeiten, in denen wir leben:  Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft . Machmal fast zeitgleich. So banal dies klingt, so wesentlich ist es , sich mit dieser Tatsache auseinanderzusetzen. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: „Die meisten Menschen verbringen ihre Zeit damit, ihre Vergangenheit zu bereuen und sich Sorgen um die Zukunft zu machen! Damit verbringen sie einen Großteil der Gegenwart. “ Ich vermag nicht beurteilen, inwieweit das wirklich zutrifft. Will ich auch gar nicht. Was ich jedoch genau weiß und kenne, ist meine Gewohnheit in diesen Kategorien zu denken. Natürlich tue ich das nicht immer, aber doch relativ oft und dann auch sehr intensiv.
Zeit meines erwachsenen Lebens habe ich folgenden Satz in mir herumgetragen: “ Ich schaffe es nicht, das was mir wirklich wichtig ist, umzusetzen. Ich bin zu bequem und habe Angst vor Mißerfolg. Aber morgen wird alles anders. Hoffentlich?!“ Gleichzeitig bin ich mir darüber im Klaren, dass ich in manchen Bereichen schon erfolgreich bin. So ist es mir geglückt, eine mir entsprechende Lebensform zu kreieren, die ein großes Maß an eigenverantwortlicher Selbständigkeit beinhaltet. Ich übe einen Beruf aus, der mir enorm viel Freude, Befriedigung und Anerkennung bringt. Ich reise viel, habe einen großen Freundeskreis, sowie einige wirkliche, enge Freund. Dazu bin ich in einer Partnerschaft, die mich beglückt.   Im Hinterkopf nagte dennoch der Gedanke, dass ich die darüber hinausgehenden Ziele, die ich im Grunde schaffen könnte, nicht angegangen bin und auch zukünftig nicht angehen werde. Je tiefer ich in die Mechanismen meiner inneren Gedankenwelt eintauche, desto deutlicher verstehe ich, dass solche Sätze, wie der obige: „Ich schaffe es nicht………., dafür ursächlich für meinen jetzigen Zustand verantwortlich sind. Ich habe eine ganze Reihe solcher inneren aussagen.  Dieser Satz, „Ich schaffe es nicht…“, bezieht sich auf die Zukunft. In jedem Moment meiner Gegenwart, in der ich diese Worte in mir zu mir sage, kreiere ich eine Zukunft, in der wirklich große Ziele für mich nicht vorkommen. Oder zumindest nur partiell. Gut gehen tut es mir mit dieser Überzeugung nicht! Und deshalb habe ich mich auch so wenig wie n möglich damit beschäftigt. Lieber lenke ich mich ab, tue etwas, was ich kann oder sogar, was mir Spaß macht. und, wie mit Zauberhand, sind diese Visionen meiner Unzulänglichkeit verschwunden.      Von wegen! In Wirklichkeit wirken sie weiter und schaffen eine zukünftige Wirklichkeit, die ich eigentlich gar nicht will. Überhaupt nicht! Das gefährliche, dieser, ach so schönen, Ablenkungen liegt darin, dass sie mich von einer wirklichen Reflexion meiner eher negativen Visionen und deren Auswirkungen abhalten. Solcherart habe ich mir quasi selbst eine Bein gestellt. Allerdings gibt es einen Aspekt, der noch wesentlich bedeutsamer und, wie sich nun mit aller Deutlichkeit zeigt, ungleich gefährlicher ist. Visionen dieser Art schwächen. Sie sind, zumindest für mich, ganz eindeutig, eine der Ursachen für meine Krebserkrankung. Während ich dies schreibe und dabei nochmals den obigen Satz, „Ich schaffe es nicht…….“, leise lese, merke ich sofort, wie die Worte mich herunterziehen und mir Energie rauben. Augenblicklich entsteht in mir eine leichte Form von Müdigkeit. Selbst jetzt verspüre ich den Drang, mich mit etwas Angenehmeren zu beschäftigen. Verdammt, in dieser Hinsicht habe ich mich nie wahrgenommen.                           Aber: Es jetzt zu erkennen, mich damit zu beschäftigen, zu sehen, was los ist und zu verändern, inspiriert und beschwingt mich. Ein intensives Gefühl von Lebensfreude, Zuversicht und Energie breitet sich in mir aus. Lebendigkeit.

In einigen meinen Seminaren bitte ich die Teilnehmer um die Mitarbeit bei einer Übung, in der sie für sich selbst feststellen können, inwieweit Gedanken eine Auswirkung auf ihre Körperkräfte haben. Dabei bitte ich zunächst einen Teilnehmer, sich freiwillig für eine Übung zur Verfügung zu stellen. Dieser Teilnehmer und ich stehen gemeinsam vor der ganzen Seminar-Gruppe. Nun bitte ich den Freiwilligen, sich an eine Situation in seinem Leben zu erinnern, die für ihn ganz besonders schön gewesen ist. Vor seinem inneren Auge erschafft er also aufs Neue, er erinnert sich also , eine vergangene Begebenheit und fühlt so gut wie damals. Jetzt fordere ich ihn auf, seinen rechten Arm soweit zu heben, bis dieser waagerecht seitlich vom Körper wegsteht und alle Kraft einzusetzen, seinen Arm dort zu halten. Er tut also in diesem Augenblick zwei Dinge gleichzeitig, nämlich die Visualisierung einer wunderschönen Episode seines Lebens und seinen Arm unter Mobilisierung seiner Kräfte in der waagerechten Position zu halten . Diesen Arm fasse ich nun am Handgelenk und drücke ihn nach unten. In aller Regel geht das nur mit einer erheblichen Kraftanstrengung von mir. Vor allem große, kräftige Männer, die sie sich ungern besiegen lassen wollen, entwickeln enorme Kräfte. Es ist dann notwendig, sich beinahe an den Arm zu hängen, bevor dieser sich senkt. Im Anschluss an diesen ersten Teil der Übung bitte ich den Teilnehmer, sich nunmehr an eine Situation zu erinnern, die für ihn wirklich sehr unangenehm gewesen ist. Unangenehme Gefühle sind etwa Hilflosigkeit, Unsicherheit, Angst, Peinlichkeit etc. Wenn er nun eine Situation , die mit solchen Gefühlen verbunden is, vor seinem geistigen Auge erschaffen hat, bitte ich ihn, wiederum den Arm zu heben und denselben mit aller Kraft oben zu halten. Obwohl er alle Kraft einsetzt und aus dem ersten Teil der Übung eine genaue Vorstellung seiner schieren Kraft hat, kann ich den Arm mit Leichtigkeit mit einer Hand herunterdrücken. Denn die Kraft, die den Arm oben hält, ist wesentlich geringer. Nachdem alle Teilnehmer dieser Demonstration beigewohnt haben, fordere ich sie auf, in 2-er Gruppen das Gleiche zu probieren. Alle erleben genau das gleiche Ergebnis. Verblüffend war für die meisten, in welchem Maße sich ihre körperliche Kraft veränderte, in Abhängigkeit von der Qualität ihrer Gedanken und den daraus resultierenden Gefühlen.                     Nun haben sich während dieser Übung  alle mit Situationen befasst, die in ihrer jeweiligen Vergangenheit lagen und diese Erinnerungen haben ihre Gegenwart massiv verändert. Wenn das so ist, dann können Gedanken, die sich mit der Zukunft beschäftigen in gleicher Weise ebenfalls die Gegenwart beeinflussen. Mache ich mir also Sorgen,  z.B Arbeitslosigkeit oder Geldsorgen, oder verlassen werden, Krankheit und  was zukünftig alles Schreckliches passieren könnte, so schwächt mich das. Und aus diesem Grunde hat mich dieser Satz „Ich schaffe es nicht, das was mir wirklich wichtig ist, umzusetzen. Ich bin zu bequem und habe Angst vor Mißerfolg. Aber morgen wird alles anders. Hoffentlich?!“ an vielen Tagen meiner vergangenen Gegenwart geschwächt!

Umgekehrt gilt genau so! Male ich mir meine Zukunft in für mich wirklich bunten Visionen, die mir gefallen, die mich wirklich berühren, dann, ja dann geht es mir in der jetzigen und den zukünftigen Gegenwarten besser. Oder anders ausgedrückt: Ich lächle und  bin kräftiger.  Lächeln macht Spass! Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass diese Visionen sich in der Zukunft erfüllen. Doch: Zumindest in meiner Gegenwart geht es mir wesentlich besser und die Erreichung, dessen, was ich mir so sehnlich wünsche, wird dadurch, dass ich es täglich visualisiere wahrscheinlicher. Punkt!

Durch meine Krebserkrankung bin ich absolut motiviert, mir meine Denkgewohnheiten und Ängste anzuschauen. Dadurch versetze ich mich in die Lage umzudenken,  also zu verändern und ein ungleich besseres Leben zu führen. Ab sofort.       In den letzten Tagen traf ich vermehrt auf Menschen, die mich seit dem Beginn meiner Krankheit zum erstem Mal wieder sehen.  Immer wieder wurde ich mit der Frage, „Hallo Peter, wie geht es Dir?“ begrüßt. Wenn ich ihnen dann lächelnd mitteilte, dass es mir ausgezeichnet geht, erntete ich in der Regel ein erfreutes und zugleich überrascht, fragendes Gesicht. Ich erklärte dann, dass mir nicht den  Umständen entsprechend gut gehen würde, sondern richtig gut. Denn ich könnte mir genau vorstellen, wie es mir gehen wird, wenn ich wieder vollkommen gesund bin. Nämlich viel bewusster, selbstbestimmter, selbstsicherer, mutiger, freudiger, zuversichtlicher und (das sage ich meistens nicht) selbstliebender. Und außerdem  sage ich denjenigen, die mich ja gerade nach meinem Befinden gefragt haben, dass es einen Zeitpunkt geben wird, an dem ich froh sein werde, diese Krankheit bekommen zu haben, denn dadurch wäre ich in die Lage versetzt worden, mein Leben auf eine neue Ebene zu heben.  Genauso fühle ich mich augenblicklich. Das ist meine Vision, die mir unglaublich gut tut.  Gleichzeitig ist mir klar, dass meine Krankheit in diesem Augenblick kein Zuckerschlecken ist. Ich bin sehr schnell müde, bekomme immer wieder Schmerzen, mein Bauch ist noch dick, auch wenn diese enorme Schwellung weg ist und einige Behandlungen, die zukünftig auf mich zukommen werden, na ja……..Doch all das ist ertragbar und tritt, für mich, hinter der aufregenden und spannenden Beschäftigung mit mir selbst, in der meisten Zeit in den Hintergrund.

Charlie Caplin schrieb anlässlich seines 70.Geburtstages am 16.April 1959 unter anderem:                                                                              „Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.“                                                                                                         „Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer herunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.“                                                  „Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.“                                                                                                                „Als ich mich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann. Als ich mich jedoch mit meinem Herzen verband, bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.“

Dazu kein weiterer Kommentar von mir. Er spricht mir aus der Seele.

Eins noch: Ich werde immer wieder von Freunden gefragt, ob sie diesen Blog auch anderen zugänglich machen dürfen.      Ja natürlich. Macht es so, wie es Euch gut geht!

Alles Liebe für Euch.

 

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg 13

Meine Gedanken, meine Gefühle 

Vor einigen Tagen erzählte mir mein 20-jähriger Neffe von  seinem 3-monatigem Praktikum im Krankenhaus. Es diente ihm als Vorbereitung für sein bald beginnendes Medizinstudium. Insbesondere berichtete er von Patienten, die an Krebs erkrankt waren und in welch  desolatem psychischen  Zustand sich viele befanden. Hoffnungslosigkeit, Angst und Verzweiflung prägten ihre Tage. Er hatte meinen Blog gelesen und sich für dies Gespräch mit mir Notizen gemacht, um mir eindringlich nahezulegen, wo ich meine Gedanken noch verbessern könne und wie wichtig es doch wäre, in dieser Hinsicht ganz achtsam zu 嘉盛外汇 sein.  Ich war nicht nur beeindruckt von der Intensität und Tiefe seiner Worte, sondern auch davon, mit welchem Mut, mit  welcher Gradlinigkeit welcher Ernsthaftigkeit er sich engagiert.  Er hat mein Herz berührt. Solche Begegnungen machen das Leben lebenswert. Wenn ich mir überlege, wie ich mit 20 gelebt habe:           Eine Ausbildung, die mich nicht interessierte, ansonsten mein Motorrad, Sport, Party, meine Freundin.           Nachdenklichkeit, Reflexion, Zielgerichtetheit, Empathie, Tiefgang?      Fehlanzeige.      Glücklicherweise hat sich das im Laufe der Jahre geändert! Etwas.

Gestern nun bekam ich eine whatsApp-Nachricht meiner Frankfurter Freundin.  Sie schrieb:                                                              „Guten Morgen Peter,  in den kommenden 2 Wochen werde ich nicht hier sein.  Am Montag geht es in den Himalaja. Diese Reise hatte ich 2 Wochen vor meiner Krebsdiagnose gebucht. Während der folgenden Therapie habe ich mir geschworen, dass ich diese Reise machen werde, sobald ich mich in der Lage fühle, diese Reise machen zu können. Jetzt,  nach 7 Jahren, ist es soweit. Das ist für mich eine besondere Fahrt, die zur Bewältigung der Krankheit dazugehört.            Ich  wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Dir so etwas in irgendeiner Form auch gelingen wird.        Lass es Dir gut gehen.  Viele liebe Grüße      xxxxxxxxxxxxx

Was für eine Geschichte! In Gedanken begleite ich sie auf jedem Tag  ihrer Reise. Welche absichtsvolle Inspiration und  kraftvolle Lebensgestaltung. Ich liebe so etwas!  Natürlich mache ich mir über Ähnliches Gedanken. Bin da noch nicht zu Ende. Ganz bestimmt wird es etwas mit Wasser und Segeln sein.  Zumal ich, aufgrund meiner Krebserkrankung,  einen 10-tägigen Segelurlaub im Mittelmeer mit meinem Innsbrucker Freund abgesagt hatte. Er ist jetzt unterwegs und schickte mir gestern ein Sonnenuntergangsbild am Ende eines wunderbaren Tages. 

Wie ich in einem der bisherigen Blogs geschrieben, bin ich gerade dabei noch intensiver  zu lernen, inwiefern meine Denkweisen  die Qualität meines Lebens beeinflusst.        Der entscheidende Unterschied zwischen „positivem“ und „gesundem“ Denken beruht auf dem Tatsachengehalt der Überzeugung. Ein Beispiel:

Ungesundes Denken: Ich kann machen, was ich will: In fünf Jahren bin ich tot.                                                                                                                                     Positives Denken: In fünf  Jahren werde ich am Leben und gesund sein.                                                                                                                           Gesundes Denken: Vielleicht bin ich in fünf Jahren noch am Leben oder auch nicht; auf jeden Fall hat alles, was ich tue, einen wesentlichen Einfluss.

Ganz offensichtlich ist positives Denken besser als negatives Denken. Das Problem ist nur, dass das positive Denken nicht unbedingt mit den Tatsachen oder dem Leben übereinstimmt. In mancherlei Hinsicht kann positives Denken völlig unglaubwürdig sein  Mir liegt daran, solche Überzeugungen zu entwickeln, die sich auf Tatsachen stützen. Tatsachen also, an die ich glauben kann  Darum beschäftige ich mit „gesundheitsförderndem Denken“ und „gesunden Überzeugungen oder Ansichten“.

Am 16. Juli wird erstmalig wieder ,nach Erstbefund und Operation, mein sogenannter PSA-Wert gemessen. Dieser Wer, auch Tumormarker genannt gibt wieder, inwiefern noch Krebs in mir ist. Bei gesunden Menschen liegt er exakt bei 0,0. Vor der OP hatte ich einen PSA-Wert von 9,5. Wird in der kommenden  Nachuntersuchung ein Wert von 0,1 gemessen, so ist dies bereits ein Grund, mit der Bestrahlung zu beginnen. Auch wenn ich mich entschlossen habe, diese Behandlung auf jeden Fall durchführen zu lassen, so erfüllt mich doch die Möglichkeit eines erneuten Krebsbefalls mit innerem Zittern. Und genau in einer solchen Situation ist es wesentlich, wie ich denke! Natürlich ist es nur allzu menschlich,  mir in schwachen Momenten auszumalen der Krebs wäre wieder da. Nur nützlich ist es nicht!! Trotzdem ist diese Angst da.  Jedoch habe ich die Möglichkeit auch anders zu denken, anders zu fühlen und, als Konsequenz daraus, auch anders zu handeln.

(Ich habe mich entschlossen, in diesem Blog immer wieder auch aus Büchern, die ich augenblicklich lese, direkt zu zitieren. Der Hauptgrund dafür, dass ich dies tue,  also ich es nicht nur lese, sondern auch aufschreibe, ist,  dass ich diese Inhalte dadurch  mehr verinnerliche  und  sie intensiver wirken können.         Sollte Euch das zuviel sein, überspringt es einfach. Ab jetzt schreibe ich diese Zitate in grau und kursiv.)

Folgende Sätze habe ich in einem Buch über Krebs gelesen:

  • Die Gefühle beeinflussen die Gesundheit und die Genesung von einer Krankheit (insbesondere Krebs) auf maßgebliche Weise. Die Gefühle sind eine starke und bestimmende Kraft im Immunsystem und in unseren anderen physiologischen Heilungssystemen.
  • Überzeugungen beeinflussen die Gefühle, deshalb beeinflussen sie auch die Gesundheit.
  • Ich kann meine Überzeugungen, meine Einstellung und meine Gefühle maßgeblich beeinflussen. Folglich beeinflusse ich auch meine Gesundheit entscheidend.
  • Wie man seine Überzeugungen, seine Einstellung und seine Gefühle beeinflusst, ist erlernbar; es gibt dafür eine Vielzahl von zugänglichen und etablierten Methoden.
  • Wir Menschen funktionieren als Ganzheit von Körper, Geist und Seele. Alle drei Aspekte müssen im umfassenden Zusammenhang der Heilung angesprochen werden, unter besonderer Beachtung der Bedürfnisse und Neigungen der kranken Person und ihrer familiären, gesellschaftlichen und kulturellen Umgebung.
  • Die Harmonie, d.h. die Ausgewogenheit zwischen körperlichen, geistigen und seelischen Aspekten des Seins, ist für die Gesundheit von zentraler Bedeutung. Dies trifft nicht nur auf die Gesundheit von Körper und Geist des einzelnen zu, sondern auch auf seine Beziehungen – zu sich selbst, der Familie, den Freunden, der Gemeinschaft, dem Planeten und dem Universum.
  • Wir besitzen angeborene(genetische, instinktmäßige) Neigungen und Fähigkeiten, die uns helfen, uns auf Gesundheit und Harmonie zuzubewegen.
  • Diese Fähigkeiten können durch existierenden Techniken und Methoden maßgeblich weiterentwickelt und gezielt eingesetzt werden.
  • Wenn diese Fähigkeiten entwickelt werden, ergibt sich eine gewisse Fertigkeit, wie bei allem Lernen. Das Ergebnis ist eine größere Harmonie und eine bessere Lebensqualität, mit maßgeblichem Einfluss auf unseren Gesundheitszustand.
  • Dieses Lernen ändert ferner unser Verhältnis zum Tod, wann immer er kommen mag, indem es Furcht und Schmerz verringert und dadurch mehr Energie für die Gesundung und das Leben freistellt.

Sich diese vorstehenden Sätze zu Herzen nehmend, mache ich jeden Tag mehrmals eine bestimmte Visualisierung. Dabei lasse ich mich von dem Gedanken tragen, dass ich nicht weiß, ja nicht wissen kann, wie das Ergebnis des 16.Juli ausfällt. Mir also im Sinne von positivem Denken zu sagen, dass das Ergebnis ganz bestimmt, ganz sicher gut sein wird und je mehr ich dran glaube, umso sicherer tritt es ein, ist aus meiner Sicht einfach Quatsch. Eines jedoch weiß ich ganz gewiss, nämlich, wie es sich anfühlt, falls dass Ergebnis in meinem Sinne positiv ist.  Schon jetzt kann ich die Erleichterung spüren. Ich kann wahrnehmen, wie sich mein Leben dann heller anfühlt und mit welcher Energie ich dann aufgeladen bin. Das visualisiere ich jeden Tag mehrmals.

Dabei bin ich ganz sicher, dass diese wahrlich angenehmen Gefühle meine Gesundung beeinflussen.  Siehe nochmals  die ersten Sätze aus dem obigen Zitat:

Die Gefühle beeinflussen die Gesundheit und die Genesung von einer Krankheit (insbesondere Krebs) auf maßgebliche Weise. Die Gefühle sind eine starke und bestimmende Kraft im Immunsystem und in unseren anderen physiologischen Heilungssystemen.
Überzeugungen beeinflussen die Gefühle, deshalb beeinflussen sie auch die Gesundheit.
Ich kann meine Überzeugungen, meine Einstellung und meine Gefühle maßgeblich beeinflussen. Folglich beeinflusse ich auch meine Gesundheit entscheidend.

 

Es geht also um Gedankendisziplin. Wir alle  können in jegliche Richtung denken. Leben wir unbewusst, sind diese Gedanken wie das Wetter. Nämlich zufällig. Diese vollkommen zufälligen Gedanken sind dann die Ursache für unsere Gefühle. Gute oder schlechte?!    Tja……..                                                                                                                  Leben wir jedoch bewusst, können wir unsere Gedanken steuern Zumindest können wir es Schritt für Schritt lernen. Das ist total faszinierend. Die dabei entstehenden Ergebnisse gehen weit darüber hinaus, was wir uns ursprünglich erhofft hatten. Darüber beim nächsten Mal mehr, meine Freunde.

Alles Liebe für Euch!

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg 12

Weitere Erkenntnisse  – nicht neu und doch in einem nunmehr anderen Licht

In Anbetracht meiner Krebserkrankung und der von mir so sehr angestrebten Gesundung kann ich nicht umhin, mein bisheriges Leben auf den Prüfstand zu stellen. Im Rahmen dieser Betrachtung gibt es für mich eine enorm große Anzahl von Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die ich mir kritisch, aber auch wohlwollend anschaue. Gleichzeitig ist diese Rückschau für mich auch eine gute Übung, die von mir so „beliebte“ Selbstkritik“ zunächst wahrzunehmen und dann langsam durch einen gesünderen und liebevolleren Umgang mit mir selbst zu ersetzen. 

Vor etwas mehr als 3 Wochen bin ich operiert worden. Direkt danach war mein Streben, möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen und dann so intensiv wie möglich meine, hoffentlich, vollständige Heilung anzugehen. Einiges habe ich dabei ziemlich falsch, einiges aber auch wirklich richtig gemacht. Beides war jedoch Zufall. Groß in mich hineingefühlt habe ich dabei nicht. download film Rings

Mal sehen, wie ich dieses gerade beschriebene, zufällige Verhalten beurteile, wenn ich mich nicht selbst kritisiere!!?        Also:                      Ich bin ungeduldig und bestrebt jeden Zuwachs an Kraft sogleich zu nutzen. Lieber mehr tun als zu wenig!  Kann schnell zu einer Überforderung und Überanstrengung führen.  Dazu kam es auch ab und zu.   Innere Weisheit, also Fragen und Dialoge mit mir selbst sind notwendig und angesagt.  Viele Gespräche, insbesondere mit Susanne. Dadurch bin ich in einem ständigen Lernprozess. Falls es mir gelingt, aus diesem Prozess heraus zu lernen, dann ist dieser Weg für mich richtig. Gelernt habe ich, dass es mir guttut, morgens um 6 Uhr mit  einer 40-minütigen Entspannung-und Krebsmeditation zu beginnen. Susanne nennt diese Übung „meine Gesundheitsmeditation“! Viel besser. Danach bin ich voller Tatendrang. Diese Zeit nutze ich für Mails, Telefonate und auch wieder meine geliebten Coaching-Termine. Die Arbeit fängt wieder an Freude zu machen. Augenblicklich fühlt es sich besser an, den Nachmittag freizuhalten. An den wenigen schönen Tagen dieses beginnenden Sommers lege ich mich gern im Garten in die Sonne. Vitamin D soll gut für mich sein und Sonne sowieso. Am frühen Nachmittag merke ich dann meine Erschöpfung, lege mich ins Bett und schlafe. Selbst bei bestem Wetter! Nur dann erhole ich mich wirklich. Zuerst habe ich mir das nicht zugebilligt. Schließlich ging es mir ja mit jedem Tag nach der Operation so viel besser! Mittlerweile gönne ich es mir mit viel Freude. Na ja, meistens.   Zwischendurch mache ich immer wieder meine Visualisierungsübungen, bin bei meiner Homöopathin, kümmere mich um eine andere Ernährung, penis enlargement spreche mit meinem Psychoonkologen, führe Tagebuch und oder schaue einfach  in die Luft.      Letzte Woche habe ich ein Foto-Shooting für Lauf-Kleidung von Tschibo gemacht. Man hatte mir gesagt, dass dabei auch gelaufen wird!  Mir war klar, dass mein Krebs dadurch nicht akut schlimmer wird. dennoch hatte ich vorher eine relativ große Bauchoperation. Was ist richtig? Deutlich spürte ich Susannes Bedenken, die sie aber nicht wirklich äußerte. Schön, dass sie mich nicht mit Ratschlägen behelligte. Vielmehr vermittelte sie mir auf eine eher nonverbalen Art und Weise ihr Vertrauen in meine Urteilskraft. Und was tat ich? Ich suchte den Kontakt mit meiner inneren Weisheit. Wiederum war eine für mich schlüssige Antwort da. Ich würde an diesem Shooting teilnehmen. Falls notwendig würde ich dort von meinem Zustand erzählen.   

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder mein Zustand verschlechtert sich dadurch, oder er verbessert sich. Ich hatte das sichere, unbedingte Gefühl, mein Zustand würde sich dadurch verbessern. Und so war es.            Wir waren 6 Modells. Alle anderen deutlich jünger als ich und alles Sportler. Eigentlich bin ich auch sportlich, nun aber doch wohl sehr eingeschränkt.            Beispielsweise mussten wir als Laufgruppe in der Hamburger Hafencity über eine Brücke laufen. Nach dem 8.Mal merkte ich wie mir „blümerant“ wurde und ich mich am Geländer festhalten musste.  Alle haben mir geholfen, waren unglaublich nett, und so habe ich es geschafft.      Danach ins Bett , bis oben voller Glücksgefühle.

Meine  Devise lautet:      Immer langsam,      Pausen,      einfühlen , entscheiden   und zwischendurch Vollgas!  streaming Cars 3

So, morgen schreibe ich, wie Gefühle sowohl Krankheit als auch Gesundheit beeinflussen.

Alles Liebe für Euch

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg  11

Grundsätzliches
Eigentlich wissen die meisten Menschen, inwiefern Körper, Geist und Seele zusammenhängen.  Wie das nun genau geht und welche Ursachen welche Auswirkungen haben,  ist jedoch im allgemeinen unbekannt. Nun hat dieses Thema durch meine Krebserkrankung eine derart unmittelbare Brisanz und Bedeutung für mich gewonnen, dass ich anfing, mich intensiv damit auseinanderzusetzen.

Natürlich wissen wir alle, dass Rauchen ungesund ist, Bewegung in der Regel nicht nur guttut, sondern auch gesund ist und auch gesunde Ernährung zu einem langen Leben beiträgt. In jeder Zeitschrift lesen wir, was wir tun müssen, um fit in den Sommer, attraktiv in der Partnerschaft und glücklich im Leben zu sein. Es wird suggeriert, dass wir das nur beachten müssen und dann scheint den lieben langen Tag  die Sonne. Und falls wir dann noch die neueste „Brigitte-Diät“ mitmachen…………

Ich bin fit gewesen. Schon seit langer Zeit. Ich laufe seit vielen Jahren regelmäßig, bis hin zu einigen Marathons, fahre Rennrad, surfe im Sommer, während ich im Winter viel Ski fahre und in den Zwischenzeiten gehe ich ins Fitnesscenter. All das tue ich aus Neigung und mit Freude.        Darüber hinaus esse ich eher mäßig, rauche nicht und Alkohol trinke ich eher wenig. In meinem Beruf als Seminarleiter, systemischer Coach geht es mir ausgesprochen gut und ich erfahre sehr viel Anerkennung.  Alles gut, oder?

Und jetzt habe ich Krebs.

Wieso? Woran liegt das?    Zufall?    Umwelt?        Die Gene?     Begründet in meinem bisherigen Leben?     Immerhin schon fast 60 Jahre lang.      Oder Zufall?       Einfach nur Pech gehabt?      Direkt nach der schockierenden Diagnose hatte ich schon den Gedanken, dass es etwas mit meinem bisherigen „Way of Life“ zu tun haben muss. Ein zu diesem Zeitpunkt, zugegebenermaßen, durch nichts Konkretes herzuleitender Gedanke. Dennoch war meine Vermutung für mich mehr als nur eine Möglichkeit. Dabei spielte eine Überlegung von Anfang eine wesentliche Rolle. Nämlich, falls es Gründe in meinem bisherigen Leben geben sollte, die zumindest für eine Krebsanfälligkeit förderlich gewesen sein sollten, ich diese auch ändern könnte. Dadurch wäre ich also in die Lage versetzt, mich selbst aktiv an meiner Genesung zu beteiligen und dazu beizutragen. In früheren Jahren, vor mehr als 20 Jahren, hatte ich ein wenig darüber gelesen. Mehr als rudimentäre Kenntnisse waren mir von dieser Literatur nicht geblieben. 

In „Wer wird Millionär?“ schließen die Kandidaten, wenn sie keine Ahnung haben, zunächst aus und versuchen sich dadurch der richtigen Antwort zu nähern. Genau das geschah auch jetzt. Mein Zwillingsbruder, wir sind eineiige Zwillinge, ließ sich ebenfalls untersuchen. Sollte uns das gleiche drohen wie den Roth-Zwillingen? Diese beiden Brüder, einige Zwillinge, beide Handball-Nationalspieler,hatten beide Prostata-Krebs (mit 47) und darüber ein Buch geschrieben, in dem sie auf berührende und eindringliche Weise über ihren gemeinsamen Weg zur Gesundung und ihre Erkenntnisse berichten.        Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass mein Bruder gesund ist. Welch eine Erleichterung!!!! Meine Angst, er könnte ebenfalls erkrankt sein, hing wie eine pechschwarze Wolke über mir. Es wäre für mich schwer zu ertragen gewesen. Nun wusste ich ungefähr, wie es ihm mit mir ergehen musste.                       Bei uns spielten also die Gene zumindest nicht die Hauptrolle.

Ich fing an, mich mit den Wechselbeziehungen zwischen Denken (mind), fühlen( Emoticons) und dem Krebs gründlich zu beschäftigen. Es gibt eine Menge wissenschaftlicher Studien zu diesem Thema. Bereits in den frühen 1970-Jahren wurde eine der ersten Studien veröffentlicht, in der prospektiv die psychischen Eigenschaften von Menschen untersucht wurden, noch bevor eine Krankheit diagnostiziert wurde. Dabei handelte es sich um prospektive Daten, die über einen Zeitraum von dreißig Jahren gesammelt worden waren. Es wurde eruiert, dass folgende Eigenschaften einen Menschen krebsanfällig machen:

  • Die Reaktion auf Stress mit einem Gefühl von Hoffnungslosigkeit 
  • Das Runterschlucken von Gefühlsregungen oder der Mangel an Gefühlsventilen
  • Das Gefühl fehlender Nähe zu einem oder beiden Elternteilen.

Nun ist mir natürlich klar, dass bestimmte Dispositionen noch nicht zu Krebs führen müssen. So, wie Rauchen nicht zwangsläufig Lungenkrebs als Ergebnis hat. Siehe unser aller Bundeskanzler Helmut Schmidt, der mit 97 Jahren immer noch raucht wie ein Schlot.     Jedoch zwei der obigen Eigenschaften Treffen in sehr hohem Maße auf mich zu! 

In einer weiteren Studie Im Jahr 1989 versuchten Mediziner der Stanton University und der Unversity of California in Berkeley nachzuweisen, dass psychologische  Beratung die Überlebenszeit von Krebspatienten nicht beeinflusst. Freimütig räumten sie ein, dass sie, entgegen ihrer Annahme, genau das Gegenteil herausfanden. Vielmehr wurden durch bewiesen, dass psychologische Betreuung die Überlebenszeit signifikant verlängert, bzw. den Heilungsprozess erheblich unterstützt.                                                                                                                                  Solche Untersuchungen gibt es viele.         Eine besonders beeindruckende Studie ist eine, die mit einhundert Frauen mit Brustkrebs im Endstadium durchgeführt wurde. Fünfzig von Ihnen, die es vorzogen, für ihren fortgeschrittenen Brustkrebs keine Chemotherapie durchzuführen, wurden verglichen mit fünfzig anderen, die Chemotherapie bekamen. Die Überlebenszahlen sahen folgendermaßen aus:

  • Diejenigen Frauen, die überhaupt keine Behandlung bekamen, hatten eine mittlere Überlebenszeit von 11 Monaten
  • Bei denjenigen, die nur Chemotherapie bekamen, war die durchschnittliche Überlebenszeit 14 Monate 
  • Bei denjenigen, die ausschließlich psychologische Beratung bekamen, war die durchschnittliche Überlebenszeit 15 Monate 
  • Diejenigen Frauen, die sowohl Chemotherapie als auch Beratung bekamen, hatten eine mittlere Überlebenszeit von 22 Monaten.

All das interessierte mich neuerdings außerordentlich und bestätigte meine eigenen Gedanken über meine Krebserkrankung, deren Ursachen und Heilchancen. Voller Mitgefühl war ich gleichzeitig bei diesen mutigen und tapferen Frauen, die sich im Angesicht ihres eigenen Todes für diese Untersuchung zur Verfügung stellten. 

Ich glaube, dass viele Patienten von diesen Dingen nichts wissen oder vielleicht auch nichts wissen wollen. Die Medizin hat sich in den letzten Jahrzehnten rapide weiterentwickelt. Krankheiten, die früher als unheilbar galten, sind heutzutage heilbar. Die Patienten sind krank, gehen zum Arzt und wollen ihren Körper flicken lassen. Die Ärzte wiederum sind darauf spezialisiert, solche Reparaturen durchzuführen. Oft klappt das auch. Scheinbar!?

 Ich glaube: Die beste Krebstherapie ist eine Kombination der modernsten medizinischen Methoden (in einer menschlichen und unterstützenden Methode angeboten) mit der bestmöglichen psychologischen Betreuung. Das Ergebnis wird besser ausfallen als für Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie allein oder als für psychologische Betreung allein. 

Aus  dieser Überzeugung heraus handele ich. 

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg 10

Aussen und Innen

Gestern hatte ich mich entschlossen, zunächst den rein medizinischen Bereich meiner Erkrankung  nicht weiter zu beschreiben. Denn es gab ja auch nichts Neues mehr zu berichten. Vielmehr war meine Absicht, endlich mehr über den Bereich zu schreiben, auf den ich selbst einen, wie ich glaube, großen Einfluss habe.    –   Denkste. Wie heißt es so schön? “ Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!“

 

Montagvormittag  hatte ich einen Nachfolgetermin in der Praxis  meines Haus-Urologen. ( Was es für Begriffe gibt!) Also dem niedergelassenen Urologen, der ursprünglich meinen Krebs festgestellt und mich dann ins Krankenhaus überwiesen hatte.

Ich war bei seinem Partner und Kollegen, der meinen Fall ebenfalls kannte. Nochmals besprachen wir  ausführlich die jetzige Situation und währenddessen gab er er mehrmals seiner Verwunderung Ausdruck, wie fit ich doch wirken würde. Zur Erklärung: In der letzten Zeit war gutes Wetter, ich habe deshalb oft in der Sonne gesessen, bin entsprechend braun gebrannt und auch gut gelaunt, da ich mehr und mehr visualisiere, Entspannungsübungen mache und mich mit den Themen beschäftige, die in der Vergangenheit zumindest förderlich für eine Krebserkrankung sind. Es ist erstaunlich, was mir da alles begegnet und wie viele Lichter mir aufgehen. Die durch die Operation 搬瓦工  extrem angeschwollene  rechte Bauchseite und Hüfte kann ich glücklicherweise durch entsprechende Kleidung gut kaschieren.   Darum sehe ich scheinbar fit aus. Mein Bruder sagt übrigens immer, wenn er mich sieht: „Peter, grade gehen!“ Bezüglich meines Bauches wurde mir im Krankenhaus versichert, dass diese enorme Schwellung im Laufe der nächsten Wochen peu à peu verschwinden würde. Trotzdem: Immer wieder kam der Gedanke hoch, was wohl wäre, falls ich so dick bleiben würde. Ganz klar, es würde mich stören! Außer mit Susanne konnte ich mit niemandem darüber sprechen. Keiner verstand diesen Gedankengang, diese Sorge. Vielmehr hieß es dann immer wieder, wie egal das doch wäre, und die Hauptsache sei, dass ich wieder gesund werden würde. Ja, stimmt schon, natürlich will ich leben! Und dennoch, ich möchte ausserdem schlank sein.

Mal angenommen, ich würde morgen mein Portemonnaie mit Geld, Ausweisen und allen Karten verlieren, dann wäre das super nervig und ich würde mich richtig ärgern. Würde dann jemand sagen,“Ist doch egal, viel wichtiger für Dich ist es,  gesund zu werden“, wäre das schon eine blöde Antwort.     Es gibt nämlich neben meiner Krankheit noch andere Aspekte, die davon völlig losgelöst auch ihre Bedeutung haben.

So, zurück zum Haus-Urologen.

Die bisher unter Umständen in Erwägung zu ziehende Bestrahlung würde doch sicher stattfinden, meinte er. Auch eine sich daran anschließende Chemotherapie würde es wohl geben. Mal wieder eine Veränderung und wieder nicht zum Besseren.! Dieses scheibchenweise Draufsatteln mag ich nicht. Überhaupt nicht.   Es ging noch weiter.          Es gibt einen sogenannten V-Wert.  Dieser V-Wert sagt aus, inwiefern alles Krebsgewebe während der OP entfernt worden ist. V 0 bedeutet: alles entfernt.  1 und höher heißt, dass da noch etwas geblieben ist. Mein histologischer Wert aus der Pathologie nach der OP ist V 0. Also zunächst erstmal alles, was mit Krebs zu tun hat, bis ins Gesunde weg. Wie mir alle sagten, ein ganz wichtiges Indiz im positiven Sinne. Nun meinte der Arzt, die sei wohl eher ein geschönter V 1 !  Verdammt!!!! Hört den das nie auf? Was denn nun?

Dieses Ungewisse und sich ständig Ändernde macht mich mürbe. Ohne echte Orientierung habe ich ein Gefühl, als würde ich zwischen Mühlsteinen zerrieben. Viel lieber wäre es mir, man würde mir ganz klar sagen, ich hätte aus medizinischer Sicht eine 20%-ige Überlebensprognose. Das wäre dann eine klare Aussage. einige Tage würde ich mich zurückziehen, um das zu verdauen und dann würde ich angreifen und offensiv agieren. Aber so?  Diese von aussen kommenden Informationen machten mich fertig und nahmen mir meinen Elan. Alle, denen ich davon erzählte, konnten das gut verstehen und waren mitfühlend.  Während ich dies schreibe, wird mir wieder bewusst, wie sehr mir Mitgefühl guttut. Eine Falle………!

Am nächsten Tag las ich, was ich so in den letzten Wochen in mein Tagebuch geschrieben hatte. Damit vermeide ich, dass mir etwas Wesentliches, dass ich vielleicht vor 14 Tagen aufgeschrieben habe, durchrutscht.  Da stand, von mir geschrieben: Krebsbehandlung ist körperlich, geistig und spirituell. Die Art der Betrachtung meiner Krankheit macht einen großen Unterschied bei der Genesung aus.

Das war es!

Diesen Satz hatte ich schon im 4. Blog geschrieben und wieder vergessen. 

Ich hatte um Mitgefühl zu bekommen, zugelassen, dass meine Stimmung, meine Kraft und meine Zuversicht  abhängig war von den zu diesem Zeitpunkt negativen Statements der Ärzte. Natürlich ist Krebs eine schreckliche Krankheit. Natürlich kann man da verzweifelt, hoffnungslos, voller Angst und apathisch sein. Natürlich bekommt man dann in der Regel Mitgefühl. Und natürlich tröstet das, und man fühlt sich verstanden und nicht so allein mit seinem Schicksal. NUR, so wird man nicht gesund. Dieses Denkmuster schadet!

Aber ich werde gesund.  

Entscheidend ist nicht, was passiert. Entscheidend ist vielmehr, wie ich damit umgehe.  Wie ich also meine eigene Einstellung gestalte. 

Wenn ich nichts ändere, ändert sich nichts. Eine Spruch, den ich tausendfach in meinen Seminaren und Coachings benutze. Von innen nach aussen. Nicht umgekehrt!

Meine Frankfurter Freundin sagte, dass jeder Patient anders ist und jeder Patient kann jede Prognose sowohl im negativen als ich im positiven beeinflussen.. Wie recht sie hat. 

Deutlich nehme ich die Achterbahn meiner Gefühle wahr. Und genauso deutlich sehe ich, dass immer, wenn ich ganz bewusst in mein Inneres eintauche, es mir sofort besser geht.

Ein Beispiel: 14 Tage nach der Operation war ein schon  im März verabredetes 3-Tage-Seminar geplant. Bereits im Krankenhaus fragte ich den Professor, ob ich das schaffen könne. Kein Problem, meinte er.  Als ich dann wieder zuhause war und die sich ständig verschlechternden Aussagen seitens der Ärzte mich überforderten, ich weiterhin starke Schmerzmittel nahm, wurde ich zunehmend unsicher. Gleichzeitig ging es mir trotzdem jeden Tag deutlich spürbar ein wenig besser.  Was tun? ich hatte ja noch eine Woche Zeit!?

Meine Freundin aus Frankfurt. Mal wieder. Ihre große Erfahrung war und ist mir eine wirkliche Hilfe. Ich fragte sie, was ich tun solle, ob sie einen Rat hätte. Wie aus der Pistole geschossen, antwortete sie: „ Peter, nimm Kontakt zu Deiner inneren Weisheit auf. Die hat jeder. Du wirst sofort wissen, was für Dich richtig ist.“ So war es ! Sonnenklar für mich: Ein Seminar über 3 Tage ist zu früh für mich! Punkt. Sofort rief ich die Geschäftsführerin an und teilte ihr meine Entscheidung mit. Sie meinte nur: „ Alles gut, Herr Krankenberg, werden Sie einfach nur wieder gesund. Wir brauchen Sie noch lange für viele Themen. Allein deshalb müssen Sie wieder gesund werden. Über finanzielle Auswirkungen durch die Absage machen Sie sich bitte keine Gedanken.“ Ich hatte ihr angeboten, die durch die Absage entstehenden Kosten, Hotel etc., zu ersetzen.     Ich war mehr als dankbar. Dankbarkeit war nur der Vorname. 

 

Seitdem bin ich ein Fan meiner eigenen inneren Weisheit geworden. Manchmal klappt das gut und manchmal ist das total schwierig. aber ich bin aufmerksam. Sehr sogar. 

Gleichzeitig merke ich ganz deutlich, dass ich bei bestimmten Themen Hilfe und Unterstützung brauche. Je mehr ich entdecke, desto mehr gute Impulse kommen von aussen.

So, bin jetzt müde. Heute habe ich etwas ganz Verrücktes getan. Ich habe an einen Foto-Shooting für Laufkleidung teilgenommen. Dabei musste ich  mit anderen 10 Mal über eine Brücke joggen. 

Darüber und wie sich Wege entwickeln, weil ein  Ziel völlig klar ist, beim nächsten Mal. Das ist geradezu magisch……….

 

Alles Liebe für Euch!

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg 9

Rahmenbedingungen und weitere Erkenntnisse

Als ich am Montagmorgen um 10 Uhr in die Ambulanz der Klinik kam, fiel mir wieder auf, wie ungewöhnlich freundlich alle dort sind. Es ist eine Freundlichkeit, die ich eher mit Interesse, Zugewandtheit und echter Anteilnahme beschreiben würde. Zusätzlich  strahlt die ganze Abteilung eine Aura von Professionalität und reibungslosem Funktionieren aus, die die Stimmung der Patienten merklich beeinflusst. Obwohl dort nur Patienten mit einer Krebserkrankung anzutreffen sind und diese Diagnose bei vielen Menschen doch wohl zu Verzweifelung und großer Angst führen sollte, so ist hier eine gewisse ernsthafte Neugier und Zuversicht zu spüren. Lediglich anhand der Tatsache, dass alle Männer von Ihren Frauen begleitet werden und sie sich fast ohne Ausnahme an den Händen halten, lässt sich erkennen, dass es hier um ein Thema von großer Intensität und Tragweite handelt. Nämlich um Krebs!!

Zeit meines erwachsenen Lebens bin ich allein zum Arzt gegangen. Höchstens bei Verletzungen wurde  ich begleitet. Bei Krebserkrankungen ist das ganz anders. Es ist üblich und geradezu gewollt, das eine Bezugsperson bei all diesen Gesprächen dabei ist. Anfänglich empfand ich das als völlig fremd. Zu dieser Zeit fühlte ich mich ja eigentlich noch total gesund und im Vollbesitz meiner körperlichen und geistigen Kräfte. Aus welchem Grund sollte ich dann eine Begleitung benötigen? Jedoch meinte eine sehr liebe Freundin aus dem Frankfurter Raum, die sich seit Jahren mit ihrer Krebserkrankung auseinandersetzte: “ Peter, nimm Susanne mit. Zu jedem Gespräch! Mit einem Block zum mitschreiben. Du wirst,ohne es zu merken, in den Gespräch mit dem Arzt so angespannt sein, das Du anschließend selbst einfache Dinge nicht mehr erinnerst.“ Das leuchtete mir ein. Trotzdem fragte ich sie noch, unsicher ob des ungewohnten Themas, ob die Ärzte es denn gestatten würden.?! Im Grunde wird aus meiner heutigen retrospektiven Betrachtung deutlich, in welchem Maße ich schon damals verwirrt und unsicher war. Eine Frage, wie die, ob die Ärzte so etwas zulassen würden, hätte ich in meinem alten Leben gar nicht erst gestellt.  Ich hätte früher bestimmt!   Aber zurück zu der großen Bedeutung einer Bezugsperson. Carl Simonton schreibt dazu: „Die wesentlichste Aufgabe der Bezugsperson ist es, dem Patienten zu helfen , das Gelernte mit nach Hause zu nehmen und ihn dabei zu unterstützen, es in seinen Tagesablauf einzubauen.“

Meine Bezugsperson ist Susanne. Wir sind noch nicht sehr lange zusammen. Fast genau drei Monate vor meiner Diagnose hatten wir uns kennengelernt. Seitdem waren wir fast täglich zusammen. Viele Gespräche, Offenheit, der Wunsch nach wirklicher Partnerschaft, die Bereitschaft auch schwierigere Themen miteinander zu klären, ein erster gemeinsamer Urlaub schufen Freude aneinander. Vertrauen und Liebe wuchsen. Die Zukunft, unsere Zukunft erschien wie ein heller Stern. Sowohl Susanne als auch ich hatten etwas gefunden, an dessen Existenz wir nicht mehr wagten, wirklich zu glauben.  Und dann das!!!  Gedanken wie, dass kann ich ihr nicht zumuten und ähnliches geisterten mir durch Kopf. Sie hatte doch einen Mann an ihrer Seite gesucht und auch gefunden. Und nun stellte sich heraus, dass sie sich einen Krebskranken aufgehalst hatte. Dürfte ich ihr das zumuten?  Welcher Schmerz, welche Qual auch für sie?  Doch nun, in dieser ja erst beginnenden Krise zeigte sie sich ihre Stärke und Entschiedenheit in einer beeindruckenden Art und Weise. “ Peter, ich bin bei Dir und zwar in jeder Hinsicht. Ich werde alles tun, um Dich zu unterstützen, ohne jede Einschränkung. Sag mir, was Du brauchst oder was Du Dir wünschst, und ich tue es!“ Und genau das macht sie seitdem. Keine Klage , kein Murren, keine schlechte Laune. Im Gegenteil. Susanne ist mitfühlend, aufmerksam, vorsorgend fürsorglich und sehr, sehr liebend.   Sie liest die gleichen Bücher wie ich über Krebs, textmarkert wie ich und dann vergleichen wir, um auch wirklich jede Erkenntnis, die  einer übersehen hat, durch den anderen trotzdem mitzubekommen. Und wenn ich sie dann frage, wie es denn ihr mit diesem ganzen Mist geht, dann erzählt sie mir von ihrer Wut über diese vermeintliche Ungerechtigkeit des Schicksals und auch ihre Angst. Und dann spricht sie über uns, unsere Liebe und die Natürlichkeit, dass wir zusammen gehören und zusammenbleiben. Dann schauen wir uns an, und alles ist gut.         –   Susanne ist meine Bezugsperson!   

Sie weiß, geradezu intuitiv, was mir in schwierigen Situationen guttut. Ein Beispiel: Nach der Operation war ich noch lange im sogenannten Aufwachraum, da es mir sehr schlecht ging. Später, als ich dann auf mein Zimmer gebracht wurde, war Susanne schon da. Mein Körper war aufgeblasen wie ein Walfisch, ich hatte Schmerzen und jedes einzelne Wort zu sprechen, bereitete mir Mühe . Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, reden zu müssen, damit sie sich nicht langweilt!  ( Verrückt oder? Ein Thema, mit dem ich mich seitdem beschäftige. Nämlich der Überzeugung, dass ich sonst nicht reiche).                    Susanne legte sich einfach an meine Seite, hielt mich in Ihren Armen und schwieg. Nun konnte ich auch schweigen.     -Susanne ist meine Bezugsperson! –  Ich bin ein Glückspilz!

An diesem Montag könnte sie mich, aus beruflichen Gründen, nicht begleiten. Ich war fest  davon überzeugt, ich käme allein problemlos zurecht. Also fuhr sie mich lediglich zur Privatambulanz und ging dann zu der Konferenz auf dem Universitätsgelände, die sie leiten wollte. 

Nach der gründlichen Orientierung durch eine Schwester über den Verlauf des Vormittags, wurde eben dieser Katheter gezogen. Ich fühlte mich anschließend körperlich wesentlich wohler und wartete. Neben mir ein älteres Ehepaar, bei dem offensichtlich am heutigen Tage das bei mir schon zehn Tage zurückliegende Vorgespräch stattfinden würde. Er beugte sich immer wieder zu seiner Frau und murmelte: „Cool, immer cool bleiben!“  Tat er mir Leid? Ich weiß es nicht. 

Dann lief der Professor, der mich operiert hatte über den Flur, sah mich, begrüßte mich und fragte, ob ich denn meinen Befund schon hätte. Als ich verneinte, meinte er nur, er würde mal schauen, ob er schon da wäre. Sehr freundlich und echt lässig. So ähnlich wie in der Autowerkstatt, wo der Meister den Kunden sieht und mal schaut, ob das Auto schon fertig ist. Mir war der Unterschied unmittelbar klar, war kurz betroffen und fragte mich, ob ihm so etwas bewusst ist. Wie wäre es wohl, wenn ich in seiner Position wäre? Die Aufmerksamkeit und Freundlichkeit fühlten sich auf jeden Fall echt an.

Wiederum ging ich in mein kleines Wartezimmer und wartete.  Ich beschloss eine Übung zu machen, die ich in meiner systemischen Arbeit manchmal  mit meinen Klienten machte. Ich nahm eine Beobachterposition ein, setzte mich also gedanklich auf einen außenstehenden Beobachterstuhl und beobachtete den Peter, der dort auf seinen gleich eintreffenden histologischen Krebsbefund wartete. Das erste, was ich wahrnahm war, dass sich die Haare auf meinen Unterarmen sichtbar aufstellten. Als nächstes bemerkte ich, dass sich meine Sicht der Außenwelt veränderte. Immer noch sah ich alle Farben sowie die Einrichtung des Warteraumes, auch einen Baum , der sich im Wind bewegte, sowie einen Abschnitt des Himmels. Jedoch blieb all das außerhalb meines Ichs. Schwierig zu beschreiben. Es erreichte mich nicht mehr, ich hatte damit nichts zu tun. Meine innere Welt wurde immer stärker, ohne dass ich dies genau erklären könnte. Mein Herz schlug ganz schnell und meine Atmung wurde immer flacher, nur zwischendurch unterbrochen von zwei jeweils sehr tiefen Atemzügen. Enorme sehr diffuse Anspannung.

Ich wusste, dass diese Art der Dissoziation ( von außen betrachten) hilfreich sein kann, mit schwierigen Situationen besser umzugehen. Ebenso wusste ich, dass Angst nicht sehr hilfreich ist, eine Krankheit wie Krebs zu überwinden. 

Zusätzlich passierte etwas, womit ich gar nicht gerechnet hatte. ( Es passieren augenblicklich andauernd Dinge, mit denen ich nicht rechne. Sehr interessant).   Das gerade beschriebene Gefühl war mir bekannt, aber in einem gänzlich anderen Zusammenhang.

 Jedes Mal, wenn ich in meinem bisherigen  Leben eine Frau angesprochen habe, weil sie mir sehr gefiel und die  ich gern näher kennenlernen wollte, hatte  ich dies Gefühl! Aufregung, Erwartungen, Freude und auch ein wenig Bangigkeit zeichneten dies Gefühl aus. Körperlich genauso wie oben beschrieben.Zugegeben, ich kannte dies Gefühl nur aus einigen Lebenssituationen und doch hatte es sich bei mir durch seine Kraft und Energie gespeichert. Wenn ich mich in meiner beruflichen Tätigkeit  mit Stress beschäftigt habe, gab es die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Eustress und Distress. Eustress ist, banal ausgedrückt, positiver Stress, während Disstress, ebenso vereinfacht, ausgedrückt negativer Stress ist. In früheren Zeiten wurde oft gelehrt, dass Eusstress erstrebenswert und gesund während  Diestress ungesund und deshalb zu vermeiden ist. Dergleiche körperliche Zustand für komplett gegensätzliche Situationen!  Schädlich, nützlich?  Wie auch immer, ich werde mich damit beschäftigen.

So, der Doktor teilte mir nun mit, dass auch außerhalb der Krebskapsel……………

Das habe ich alles im 8. Kapitel der beschrieben. Themen, wie Tumormarker, Bestrahlung, keine sicheren Prognosen, Nebenwirkungen, noch viele Waffen, sind ab jetzt bedeutsam. Zumindest an diesem Tag. Entsetzt, konfus und in jeder Hinsicht überfordert verließ ich das Krankenhaus. In meinem Kopf wirbelten die Gedanken und das Gefühl, die Kontrolle völlig zu verlieren, war in dem Moment schon ziemlich schwierig. Später kam  Suse, und sie gab mir den Trost, den ich so dringend benötigte. Wir erkannten beide, wie wichtig es ist, dass sie bei solchen Gesprächen dabei ist. Unter allen Umständen. Wieder hatte ich mich selbst überschätzt. Ich hoffe, es gelingt mir bald, mehr Demut und auch gesunden Menschenverstand einzusetzen und weniger Hybris?! 

Erst am nächsten Tag ging es mir dann wirklich besser. Nach einem langen abendlichen Gespräch mit Susanne, bei einem halben Glas Wein (!) und zusätzlich am nächsten Tag nach einem Telefonat mit meiner  Frankfurter Freundin über innere Weisheit und ganz individuelle, persönliche Wege zur Gesundung bin ich wieder klar in Kopf und Herz. Mein Optimismus und meine Kraft hatten eine Auszeit genommen und sind jetzt um so stärker zurückgekehrt. In den darauffolgenden Tagen ging es mir weiter immer besser, und in mir ist viel passiert. 

Beim nächsten Mal schreibe ich über innere Weisheit und den Umgang damit.

Alles Liebe für Euch!

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg      8

Ein wieder einmal aufregender Tag 
Augenblicklich läuft es ein wenig in die verkehrte Richtung.

Nur kurz, ich bin heute nicht wirklich in der Stimmung, viel zu schreiben. 

Es gab auch Krebsbefall außerhalb der eigentlichen, sogenannten Prostatakapsel. Auch wurde eine Metastase in einer Lympfbahn festgestellt und der operierende Professor sprach davon, dass, obwohl alles bis ins Gesunde entfernt wurde, es eine mehr als 50%-ige Wahrscheinlichkeit einer erneuten Krebserkrankung geben würde. Weiterhin wurde , natürlich um mir Mut zu machen und mich etwas aufzubauen (?!), erwähnt, dass selbst etoro wenn, der Krebs nicht ganz zu entfernen sei, es viele Behandlungen geben würde, sodass ich in 5-Jahreszeitabständen denken könne und nicht in Abschnitten von maximal einem Jahr wie beim Bauchspeicheldrüsenkrebs.      Alter Schwede, das sind echt neue Themen in meinem Leben. Zu guter Letzt sprach ein mit meinem Zwillingsbruder befreundeter, sehr erfahrener Urologie-Professor von einem nunmehr ernsten Befund.  

Ich fühle mich gerade überfordert und brauche Zeit, um zu mir und in die Ruhe zu kommen. 

Morgen mehr, denn es gab auch einige sehr interessante andere Beobachtungen, die ich an mir selbst wahrnahm.     Ach eins noch, der Katheter ist entfernt. Das ist schon eine echte Wohltat!

Alles Liebe für Euch 

Von der Krankheit zur Gesundheit – Mein Weg   7

Nach der Operation ; Erkenntnisse und Nachdenklichkeiten

HSV -Karlsruhe habe ich bis zu Ende gesehen. Ob dies Gekicke wesentlich zu meiner Genesung wesentlich beigetragen hat, wage ich zu bezweifeln.  Das Spiel am Montag schaue ich mir nicht an.

Am Donnerstag, den 2.Tag nach der Operation kam am Nachmittag der Chefarzt zu mir ins Zimmer und fragte mich, ob ich am nächsten Tag nach Hause wolle. Mit dieser Frage hätte ich überhaupt nicht gerechnet und schaute ihn überrascht, eher verunsichert an. Weiter meinte er, mein Heilungsverlauf wäre sehr positiv, und hier im Krankenhaus würde ich nur liegen, da die unmittelbare medizinische Behandlung zunächst abgeschlossen sei. Im Grunde ginge dieses „Herumliegen“ zu Hause bzw. bei Susanne genauso. Zumal ich ja auch selbst aufstehen, duschen und den Flur auf und ab gehen könne. Ich könne es mir ja bis zum nächsten Morgen überlegen, natürlich wäre eine Entlassung einen Tag später auch möglich. Dieser Gedanke schon so früh das Krankenhaus zu verlassen, gefiel mir sehr, zumal ich immer noch nicht in der Lage war, eine längere Zeitspanne zu lesen, mich Fernsehen weiterhin nicht interessierte und ich begann mich zu langweilen. Außerdem ging es mir gut und am nächsten Tag würde es mir noch besser gehen, so wie an jedem bisherigen weiteren Tag . !!?  Auch wenn ich mich noch nicht wirklich festlegte, war mein 嘉盛 Entschluss eigentlich gefasst.  Ein Fehler, wie sich später zeigen sollte!              Lediglich am Montag würde ich nochmals zur Katheterentfernung kommen, man würde eine zunächst abschließende Ultraschalluntersuchung vornehmen und mir den dann vorliegenden histologischen Befund, der sich aus den Gewebentnahmen während der OP ergeben hat, mitteilen. Nun kam die zweite, allerdings eher negative Überrschung. Bisher war immer die Rede davon gewesen, dass der Tumor vollständig entfernt worden sei. Nunmehr meinte der Professor, dass es möglich sei,  dass sich außerhalb der Tumorkapsel bereits Krebszellen befinden könnten. Aber, es läge das endgültige Ergebnis nicht vor und wirkliche Klarheit gäbe es eben am Montagvormittag. Ich glaube, ich habe ein ziemlich dämliches Gesicht gemacht und wusste nichts zu sagen. Mein Inneres Gefühl, dass der primäre Krebs meinen Körper bereits verlassen hatte , löste sich gerade wieder auf. Stattdessen machte sich wieder ein Zustand von Rat- und Hilflosigkeit breit, das sich aus verschiedenen Gründen im Laufe der nächsten zwei Tage noch verstärken sollte, 

An diesem und dem vorherigen Tag hatte ich jeweils ein Gespräch mit dem Psycho-Onkologen der Klinik, einem noch relativ jungen Dipl.Pschologen. Der Wunsch nach diesen Gesprächen ging initial von mir aus. Schon im vor der Operation stattfindenden „Staging“ hatte ich ihn kurz getroffen und ihm mitgeteilt, was ich über die mentale Behandlung von Krankheiten und Kümmernissen wüsste und ihm dankbar wäre, wenn er mir aus seiner beruflichen Erfahrung mit Krebskranken noch einige zusätzliche Impulse mitgeben könne. Zumindest während dieses Gespräches war ich ohne jeden Zweifel, es auch ohne diesen Psychoonkologen hinzubekommen. Voll und ganz war ich der Meinung, die Ärzte würden Ihren Teil tun, ich den Meinigen, und dann wäre das Thema erledigt. Welche Anmaßung! 

Eine Freundin schrieb mir: ……..habe ich erfahren, dass Du wieder einmal in Deinem Leben auf einen Berg klettern wirst. Auf einen steilen Berg……..

In den bereits erwähnten Gesprächen mit den Psychologen erzählte ich ihm etwas ich von einer Zielvisualisierung, in der ich mir visualisierte, wie mir viele Menschen nach meiner Gesundung ihre totale Überraschung  mitteilten, wie schnell ich das alles geschafft hätte. Er hatte mir, während ich ohne Unterlass geredet hatte, freundlich und aufmerksam zugehört. Plötzlich stellte er mir eine Frage: „Herr Krankenberg, haben Sie sich einmal gefragt, was wichtiger für Sie ist? Muss ich das, oder will ich das alles tun?“   ZACK, die Frage saß. Eine richtig gute Frage! Denn wenn ich es tun muss, tue ich es eher für andere, will ich es aber, tue ich es eher für mich. Auf meine Antwort, “ Scheisse, darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Wie blöd, dass ich darauf nicht selbst gekommen bin!“, fragte er sofort nach, „Mir scheint Sie sind sich selbst gegenüber der größte Kritiker?! War das schon immer so?“ Und auf mein betroffenes Schweigen:“Haben Sie manchmal auch echtes Mitgefühl mit sich sich selbst?“ Ich schwieg, musste schlucken und hatte einen Kloß im Hals. Mit diesen paar Fragen hatte er den Finger in die Wunde meiner immer wieder auftretenden Trauer, meiner zeitweiligen Niedergeschlagenheit und Verzweifelung gelegt. Und ich Idiot, der doch so viel wusste, hatte es nicht kapiert. Als ich ihm dies mitteilte, lächelte er mich an und erwiderte: „Sehen Sie, Sie kritisieren sich schon wieder.“ Ich hatte es natürlich wieder nicht gemerkt, und was Mitgefühl mit mir selbst ist, könnte ich überhaupt nicht beantworten. Glasklar wurde mir deutlich, überdeutlich, dass ich zwar auf der einen Seite ein wirklich selbstbestimmtes Leben führe, dass ich mir mit viel Einsatz und Herz geschaffen habe, es andererseits auch (immer noch!) wesentliche Bereiche in mir gibt, die mein Leben zeitweise dunkel und schwer machen.    Wie oft war ich kritisch und streng zu mir selbst, habe mich zurückgezogen, um mich zu schützen und mich gleichzeitig dafür verurteilt, keinen besseren Weg zu suchen. Es hat  wohl auch zu meiner Krebserkrankung beigetragen und tut es wohl noch..  Schlagartig wurde mir klar, wie sehr ich noch an der Oberfläche war und welch ein enorm schwieriger Weg in die Tiefe noch vor mir lag. Oder eben, wie steil !! 

Wiederum zeigt sich der Unterschied zwischen gesundem, positivem und ungesundem Denken.

Am Donnerstagnachmittag holte mich dann mein Bruder ab und als wir im Auto saßen und es durch Unebenheiten auf der Fahrbahn ruckelte, wusste ich , dass ich den nächsten Fehler gemacht hatte. Vorgestellt hatte ich mir eine halbstündige Fahrt zu ihm nach Hause, dort dann bequem auf die Coach, Abendessen, vielleicht sogar ein Glas Wein. Von wegen. Sitzen ging kaum, es war eine Qual. Dann bei ihm, lieber Empfang, leckeres Essen, das ich kaum runterbrachte. Die mir mitgegeben Schmerzmittel reichten nicht. Ich fühlte mich völlig hilflos, und dass es noch eine sehr lange Reise, viel, viel länger als angenommen, werden  würde, machte mich erstmals ganz elend.

Wenn ich das jetzt gerade geschriebene lese und nachdenke, wird mir auch klar, dass ich in keiner Sekunde ans Aufgeben gedacht habe, sondern lediglich aus der Erschöpfung und den Schmerzen heraus überfordert war. Dies wiederum führte zu falschen Entscheidungen von mir. Und weiter nachgedacht, bedeutet es, dass ich auch in der Zukunft einiges falsch entscheiden werde. Auf jeden Fall aber werde ich langsamer werden, noch bewusster, andere Menschen befragen, Ihnen gut zuhören, auf mein Inneres hören.   UND:

Ich lese immer wieder die vielen Nachrichten, die ich bekommen habe. So viele Liebe Worte, soviel Zuneigung, soviel Vertrauen. Es tut mir unglaublich gut.   (auch wenn ich nicht antworte, ist jede SMS, whatsApp oder Kommentar wie ein Sonnenstrahl)

Ich bin Euch dafür sehr dankbar!
Alles  Gute für Euch

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Backdrop Movie The Dog Wedding 2016

The Dog Wedding (2016) HD

Director : James Lefkowitz.
Writer : James Lefkowitz, Jason B. Hurwitz.
Release : March 11, 2016
Country : United States of America.
Language : English.
Runtime : 90
Genre : Romance, Comedy.

Movie ‚The Dog Wedding‘ was released in March 11, 2016 in genre Romance. James Lefkowitz was directed this movie and starring by Rosalie Thomass. This movie tell story about A German businesswoman falls for an American pro wrestler she meets at the dog park, testing her lifelong obedience to her CEO/father.

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Looking for Grace (2016) HD

Director : Sue Brooks.
Producer : Lizzette Atkins, Alison Tilson, Sue Taylor.
Release : January 26, 2016
Country : Australia.
Language : English.
Runtime : 100
Genre : Drama.

‚Looking for Grace‘ is a movie genre Drama, was released in January 26, 2016. Sue Brooks was directed this movie and starring by Radha Mitchell. This movie tell story about When rebellious 16-year-old Grace takes off, her exasperated mum and dad enlist the help of a close-to-retirement detective, and begin the long drive from Perth out to the West Australian wheatbelt to try to find her. On the journey, the two must confront the realities of their changing relationship to one another, and to their daughter…

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